Zunächst einmal: Entfernen Sie Ihr Augen-Make-up abends immer gründlich, bevor Sie schlafen gehen.

Die Haut folgt einem circadianen Rhythmus und regeneriert sich vor allem nachts. Das garantiert allerdings nicht, dass Augenringe oder Rötungen verschwinden. Behindern Sie diese Regeneration also nicht, sondern schaffen Sie klare Verhältnisse! Ist die Augenpartie einmal sauber und mit Feuchtigkeit versorgt, können Sie schlafen gehen: Am Morgen wirkt der Blick dann erholter – auch wenn die Augenringe deshalb nicht weg sind. Und wenn Sie das Abschminken vergessen? Dann wandern Make-up-Reste über die Augen zum inneren Augenwinkel und werden dort abtransportiert. Dieser Selbstreinigungsmechanismus ist nichts, worauf das Auge sehnsüchtig wartet – ersparen Sie ihm das lieber.

Eine Frau vergleicht in der Apotheke eine Augencreme

Wählen Sie nach Möglichkeit einen Augen-Make-up-Entferner speziell für die Augen: Er ist sanfter, und seine Zusammensetzung ist darauf ausgelegt, die Augen nicht zu reizen oder zum Brennen zu bringen. Ein milder, pflanzlicher Make-up-Entferner mit unter anderem Extrakten aus Kornblume, Gardenie und Orangenblüte eignet sich für die Augen ebenso wie für empfindliche Partien wie die Lippen: Die Anwendung bleibt leicht, ohne hartes Reiben. Zweiphasige Formeln sind oft besonders wirksam, aber häufig eher konventionell – ein Notbehelf, kein Ideal. Wenn Sie nur zweimal pro Woche ein hartnäckiges Mascara entfernen, behalten Sie diesen Rhythmus bei und greifen Sie an den übrigen Tagen zu sanfteren Formeln.

Eine Frau mit geschlossenen Augen drückt ein getränktes Wattepad auf ihr Augenlid, um das Make-up zu entfernen

Die Augenpartie ist die erste Zone, in der Alterszeichen sichtbar werden: Krähenfüße und Fältchen unter den Augen. Die ultrafeine Haut muss früh geschützt werden! Sie ist oft die erste Gesichtspartie, die Markierungen zeigt, weil sie sich sehr viel bewegt. Ausdrucksfältchen entstehen mit der Zeit, ohne dass das ein gesundheitliches Problem ist.

Nachfüllbarer Glastiegel mit Augencreme auf einem hellen Leinentuch

Praktisch lässt sich diese Gewohnheit früh aufnehmen, ohne auf ein bestimmtes Alter zu warten: morgens eine spezielle Augenpartie-Creme (bei manchen Produkten auch abends). Heutige Balsame sollen multifunktional und besonders leistungsstark sein! Gegen Fältchen, Taschen, Faltenglättung … das versprechen die Marken ihnen, zusätzlich zum Schutz des jugendlichen Erscheinungsbilds Ihrer Augen. Einen Versuch wert: die Tagescreme für die Augenpartie von Dr. Hauschka – mit Kakaobutter, Jojobaöl und Kamelienextrakt.

Denken Sie außerdem an Sonnenschutz! Vergessen Sie die Augenpartie nicht und setzen Sie bei grellem Licht eine Sonnenbrille auf, um Migräne und anderen, ernsteren Problemen vorzubeugen. Sonnenexposition summiert sich über die Jahre. Sie trägt zu Katarakten und bestimmten Hautkrebsformen an den Augenlidern bei. Das ist vermutlich die nützlichste Präventionsmaßnahme in dieser Liste.

Sonnenbrille mit schwarzem Rahmen und Filtergläsern auf hellem Hintergrund

Prüfen Sie, ob Ihre Sonnenbrille die UV-Strahlung zu 100 % filtert: Die Kennzeichnung „UV 400“ oder der Verweis auf die Norm EN ISO 12312-1 steht auf dem Etikett oder am Bügel – das ist verlässlicher als der ausgezeichnete Preis. An Tagen mit sehr hellem Licht ergänzt ein breitkrempiger Hut den Schutz.

Mineralischer Sonnenschutzstick für die Augenpartie in einer Kartonhülle auf einer sonnigen Fensterbank

Geschwollene Augen? Müdigkeit, Stress, Rauchen, eine ungünstige Ernährung – all das summiert sich, und morgens sind die Augen geschwollen und verquollen, und das Öffnen fällt schwer! Es gibt mehrere Möglichkeiten, sie abschwellen zu lassen. Der Klassiker: Teebeutel aufbrühen und am Vorabend in den Kühlschrank legen, damit sie morgens schön kühl sind. Ein paar Minuten auf die Augen legen – danach sollten sie wieder annähernd normal aussehen!

Junge asiatische Frau trägt mit der Fingerspitze eine erbsengroße Menge Augencreme vor dem Spiegel auf

Es gibt auch Produkte als Maske oder zum Auflegen als Kompresse: Von Dr. Hauschka gibt es Augenkissen, die Irritationen und Schwellungen beruhigen sollen, und ein kühlendes Gel von Clarins soll Taschen und Augenringe mildern. Eine einfache Maßnahme kann all das ergänzen: ausreichend schlafen, Wasser trinken, abends weniger Salz – Wassereinlagerungen sind am Morgen nie hilfreich.

Und wenn Ihre Augenringe hartnäckig bleiben und dafür sorgen, dass Ihre Augen denen unserer Panda-Freunde ähneln – dunkel rund um die Augen –, dann denken Sie an Concealer! Gute Concealer von heute kaschieren und illuminieren zugleich dunkle Partien im Gesicht; sie lassen sich außerdem auf kleinen Pickelchen, Unreinheiten und den Nasenflügeln unter der Foundation auftragen. Ein Concealer von Yves Saint Laurent ist darauf ausgelegt, dunkle Zonen zu kaschieren und das Gesicht ins Licht zu rücken! Vorsicht jedoch: Ein Produkt behebt weder einen hohlen Augenring noch sichtbare Gefäße – Make-up kaschiert diese Strukturen; ein korrigierender Concealer kaschiert dagegen wirksam. Und wenn eine chronische Nasenallergie die Augenringe unterhält, kann eine passende Behandlung den Alltag tatsächlich verändern: Sprechen Sie mit medizinischem Fachpersonal.

Zwei gekühlte Löffel in einer Schüssel mit Eiswasser auf einem hellen Tuch

Schließlich können die Augen gereinigt werden, wenn Sie das Gefühl haben, dass etwas sie reizt, zum Beispiel eine Wimper oder ein Sandkorn: Spülen Sie mit physiologischer Kochsalzlösung, ohne zu reiben; wenn die Beschwerden anhalten, suchen Sie eine Augenärztin oder einen Augenarzt auf. Allgemeiner gilt: Wenn ein Auge rot, schmerzhaft oder lichtempfindlich wird, wenn Absonderungen auftreten oder die Sehleistung nachlässt, holen Sie besser den Rat von medizinischem Fachpersonal ein. Auch plötzlich auftretende „fliegende Mücken“ verdienen besondere Aufmerksamkeit.

Fläschchen mit künstlichen Tränen und eine schmale Brille auf einem Regal nahe einem Fenster

Die Augen sind eine besonders empfindliche Zone des Gesichts: Die Haut um sie herum ist ultrafein, weshalb sie leicht Falten wirft. Die Ursachen für Augenringe und Schwellungen sind vielfältig: dünne Haut, Gefäßversorgung, Pigmentierung, Struktur, Allergien … Die Augen reagieren außerdem sehr empfindlich auf Sonne und Licht: Sie kneifen zusammen, um sich zu schützen, brennen oder jucken und röten sich bei den ersten Ermüdungszeichen. Praktisch gesehen blinzeln wir alle paar Sekunden, also mehrere Tausend Male am Tag, und die besonders empfindliche Hornhaut muss regelmäßig mit Feuchtigkeit versorgt werden, um gut geschützt zu bleiben. Aus all diesen Gründen brauchen die Augen aufmerksame und regelmäßige Pflege!

Was man weiß und was noch nicht: Ein paar frische Teebeutel oder ein erfrischendes Gel lindern sichtlich geschwollene Augen am Morgen, ersetzen aber keine medizinische Abklärung, wenn Beschwerden bleiben oder ein Auge sein Aussehen verändert. Bei Schmerzen, anhaltender Rötung, nachlassender Sehkraft oder Absonderungen sprechen Sie mit medizinischem Fachpersonal.

Budget

Was den Preis angeht: Rechnen Sie mit etwa 10 bis 20 € für einen milden Augen-Make-up-Entferner in der Apotheke oder Drogerie, 20 bis 40 € für eine Augencreme (die Spanne hängt vor allem von Marke und Wirkstoffen ab) und 15 bis 40 € für eine Sonnenbrille, die UV-Strahlung tatsächlich filtert – die Kennzeichnung „UV 400“ oder die Norm EN ISO 12312-1 genügt; für den Schutz müssen Sie nicht den Preis eines Logos zahlen. Ein kühlendes Gel oder eine Augenmaske kostet etwa 20 bis 35 €. Erhältlich sind sie in Apotheken, Parfümerien, Drogeriemärkten und Beauty-Geschäften, online wie vor Ort.

Quellen