Ein Pickel, der einen Tag vor einem wichtigen Termin auftaucht, und der ganze Tag gerät ins Wanken. Am liebsten würde man ihn mit einer Handbewegung wegzaubern, doch die Haut hat ihre eigenen Gesetze. Nur: Akne betrifft einen großen Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, und auch viele Frauen klagen über unschöne Pickel. Pharmalabore und Dermatologen arbeiten daran, diesen Beschwerden mit Rat und Produkten ein Ende zu setzen.

Die Produktion männlicher Sexualhormone, die unter anderem in der Pubertät und zu bestimmten Zeiten des Zyklus anspringen soll, gilt als Auslöser einer Überproduktion von Talg. Daher der Eindruck fettigerer, stärker glänzender Haut – und zugleich die Verstopfung der Poren: Mitesser, weiße Mitesser und Pickel, die als Reaktion auf die Entzündung entstehen. Anders gesagt: Nicht Schmutz erzeugt den Pickel, sondern eine biologische Kette. Das lohnt sich im Hinterkopf zu behalten, denn genau das erklärt, warum festeres Rubbeln keine Lösung ist. Was man dagegen weiß: Fester reiben und ständiges Nacharbeiten richten nichts aus – sie verstärken die Entzündung oft, statt sie zu beruhigen.

Angesichts dieser Hautveränderungen könnten einige gute Gewohnheiten – allen voran eine einwandfreie Hygiene – helfen, Pickel und Mitesser zu bekämpfen.
Reinigen Sie die Haut ein- bis zweimal täglich, um überschüssigen Talg und die über den Tag angesammelten Unreinheiten zu entfernen. Ideal ist ein mildes Reinigungsprodukt mit klärender Wirkung, passend zu Ihrem Hauttyp (fettige, trockene oder Mischhaut). Das ist und bleibt eine der häufigsten Fragen. Eine zu häufige oder zu aggressive Reinigung reizt die Haut und schädigt ihre Barriere. Empfohlen wird eher ein seifenfreies Produkt mit hautnahem pH-Wert, morgens und abends, ohne zu reiben.

Pflegen Sie Ihre Haut außerdem mit einer Creme oder einem Gel, das Sie jeden Morgen und besonders vor dem Schminken auftragen. Für die Auswahl wenden Sie sich an eine Fachkraft (in der Apotheke oder im Drogeriemarkt), die Ihnen je nach Hauttyp ein passendes Produkt empfehlen kann. Feuchtigkeitspflege für Mischhaut oder trockene Haut, ausgleichende Pflege gegen überschüssigen Talg für fettige Haut, glättende Pflege für weniger sichtbare Poren… vermutlich gibt es für Sie die passende Lösung.
Pickel schließen Peelings und Masken nicht aus: Ihrer Haut etwas Gutes zu tun, kann ihr nie schaden – sofern Sie zu aggressive Kosmetik vermeiden. Ähnliches gilt für Make-up: möglichst hypoallergen und so sanft wie möglich. Wenn Sie tatsächlich das haben, was man „Problemhaut“ nennt, kaufen Sie Make-up und Pflege am besten in der Apotheke, um den Zustand Ihrer Haut nicht zu verschlimmern. Und bei Hausmitteln mit Zitrone, Zahnpasta oder Natron: vergessen Sie sie. Sie bringen die Hautbarriere aus dem Gleichgewicht, und ihr Nutzen ist nicht belegt.

Achtung: Wenn Sie sich schminken, ist es unerlässlich, sich vor dem Schlafengehen gründlich abzuschminken. Nachts regeneriert sich die Haut – gerade bei Hautveränderungen ist es daher wichtig, diesen Prozess nicht durch Make-up-Reste, Staub oder Umweltbelastungen zu behindern.
Vermeiden Sie ebenso, an den Pickeln herumzudrücken: Das verstärkt die Entzündung und kann kleine Flecken oder sogar Narben verursachen, die sich nur sehr schwer und manchmal gar nicht mehr entfernen lassen.
Auch die Sonne ist zu meiden, so sehr sie bei Akne auch als Verbündete erscheinen mag: Sie verdeckt die Pickel vorübergehend und verleiht einen schönen, strahlenden Teint – eine Aknebehandlung ist sie aber nicht und kann die Hyperpigmentierung fördern oder die Lichtempfindlichkeit verstärken, vor allem in Kombination mit bestimmten Behandlungen. Manche Aknemittel machen die Haut zudem empfindlicher gegenüber UV-Strahlung: In diesem Fall sollte der Sonnenschutz mit einer Fachperson besprochen werden.

Machen Ihnen Mitesser das Leben schwer? Um sie loszuwerden, gönnen Sie sich in vernünftiger, aber regelmäßiger Frequenz eine professionelle Gesichtsreinigung bei der Kosmetikerin (etwa 40 bis 70 € pro Sitzung). Diese Fachkraft für Beauty und Hautpflege hilft Ihnen, eine klarere Haut und einen frischeren Teint zurückzugewinnen.
Ebenfalls gut zu wissen: Einige ätherische Öle werden traditionell für die Pflege zu fettiger Haut verwendet – Vetiver-Öl, Muskatellersalbei-Öl oder Ravensara-Öl. Diese Anwendungen stammen jedoch aus der Tradition, und die heutige Datenlage erlaubt keine Aussage über eine therapeutische Wirkung.
Achtung: Bevor Sie ätherische Öle verwenden, fragen Sie eine geschulte Fachperson um Rat – falsch angewandt sind sie stark reizend und können gefährlich sein. In bestimmten Fällen sind sie kontraindiziert, etwa in der Schwangerschaft, bei Kindern und auf Schleimhäuten. Informieren Sie sich daher über die verschiedenen Anwendungsarten.
Falls diese Gewohnheiten nicht ausreichen, um eine hartnäckige und belastende Akne loszuwerden, kann Ihnen ein Dermatologe eine stärkere, aber auch wirksamere Behandlung verschreiben. Das gilt vor allem, wenn die Hautveränderungen Narben hinterlassen – oder einfach, wenn sie Sie belasten: Der Rat einer Fachperson kann wirklich helfen. Er kann mit Ihnen passende Optionen besprechen, einschließlich einer verschreibungspflichtigen Behandlung bei schweren Formen, mit regelmäßiger Nachkontrolle.

Kaum zu entkommen: diesen kleinen Pickeln, die so typisch für die Pubertät sind – und doch auch viele erwachsene Frauen treffen. Ihre Ursachen? Eine entzündliche Hauterkrankung, deren Hauptverantwortliche diese „lieben“ Hormone sind. Ob in der Pubertät oder zu bestimmten Zeiten des Menstruationszyklus: Der Körper produziert bestimmte Sexualhormone in größerer Menge, die verschiedene Symptome verursachen – darunter Pickel, Mitesser und andere kleine Hautveränderungen. Der Sonnenschutz gehört zu den allgemeinen Empfehlungen, ohne dass man eine Wirkung auf die Pickel erwarten kann. Und wenn sich eine Akne festsetzt, eröffnet der Rat eines Dermatologen den Weg zu einer passenden Behandlung – ohne dass Sie Ihr ganzes Leben umkrempeln müssen.
Zwei oder drei gut ausgewählte Produkte bewirken oft mehr als ein volles Regal. Die Ausgaben bleiben überschaubar – in der Größenordnung von 20 bis 40 € für einen milden Reiniger und eine passende Pflege – und das Entscheidende ist vor allem die Regelmäßigkeit.






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