Fangen wir vorne an: Unsere Haut ist ein Organ – also lebendig, mit guten und mit schlechten Tagen. Hier ein Pickel, da eine feine Linie: ziemlich normal. Also nicht dramatisieren, sondern der Haut ihr Eigenleben lassen.

Ärgerlich wird es erst, wenn Unreinheiten bleiben und der Teint dauerhaft fahl wirkt. Dann lohnt es sich, gezielt nachzuhelfen.

Eine junge Frau mit frischem Teint berührt ihre Wange

Schönheit beginnt auf dem Teller

Cremes, Peelings, die ausgiebige Pflegerunde im Kosmetikstudio – alles schön und gut. Aber die Basis für schöne Haut ist ein guter Lebensstil. Und die erste Regel lautet: Der Haut geben, was sie braucht, um Feuchtigkeit zu speichern, sich zu erneuern, selbst zu reparieren und sich vor äußeren Reizen zu schützen. Ein großer Teil davon kommt über die Ernährung.

Junge Frau am Tisch mit einem Glas Wasser und einem Teller frischem Gemüse in einer hellen Küche
Vitamine, Fettsäuren, Wasser: Die wichtigste Hautpflege beginnt auf dem Teller

Vitamin A und B sowie Wasser für die Feuchtigkeit, Vitamin E und C für die Regeneration und gegen die Hautalterung, essenzielle Fettsäuren, die die Haut nähren und schützen, Zink gegen Unreinheiten – die Liste ist lang. Am besten bekommt die Haut all das über eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung.

Also ruhig mal etwas Neues auf den Tisch bringen und neue Gerichte ausprobieren. Kompliziert ist das nicht: von allem etwas, dafür weniger Fettiges, Süßes, Salziges und Fertigprodukte.

Und trinken Sie Ihre Menge Wasser – über den Tag verteilt in kleinen Schlucken, das beugt einem Völlegefühl vor. Warten Sie nicht auf den Durst, er ist bereits ein Zeichen von Flüssigkeitsmangel. 1,5 Liter am Tag sind die empfohlene Menge.

Massieren, mobilisieren

Gegen eine träge Mikrozirkulation hilft kaum etwas so gut wie eine Gesichtsmassage. Sie können sie beim Auftragen Ihrer Feuchtigkeitscreme machen oder morgens auf gereinigter Haut mit sauberen Fingern. Dafür müssen Sie keine Profi sein: Mit den Fingerkuppen sanft kreisen und leichten Druck ausüben – an den Schläfen, den Wangenknochen, am Kiefer.

Junge Frau mit geschlossenen Augen, die sich mit den Fingerspitzen die Wange massiert, in einem hellen Badezimmer
Fingerkuppen, kreisende Bewegungen: zwei Minuten für die Durchblutung

Wichtig zu wissen: Manche Methoden setzen auf tägliche Gesichtsgymnastik, die alle Gesichtsmuskeln anspricht. Ob das die Haut wirklich festigt, ist bislang nicht bestätigt.

Zur Lebensweise gehört auch der Schlaf, den Sie sich ruhig eisern sichern sollten. Er hält uns nicht nur fit – in der Nacht läuft die Zellerneuerung. Man sieht es schon am Morgen: Direkt nach dem Aufwachen sieht die Haut am besten aus. Und Finger weg von Zigaretten: Rauchen bedeutet fahlen Teint und vorzeitige Hautalterung.

Und bei der Pflege?

Es muss nicht viel sein. Entscheidend ist, dass die Produkte zu Ihrer Haut passen.

Drei Produkte ohne Etikett – Pumpflasche, Peeling-Tiegel, Maskentube – auf einem hellen Steinregal
Reinigen, peelen, Feuchtigkeit: drei Schritte, drei Texturen, mehr braucht es nicht

Das Wichtigste: ein Feuchtigkeitsprodukt, das jeden Tag auf die gereinigte Haut kommt, ein Peeling einmal pro Woche und eine Behandlungsmaske, die zu den Bedürfnissen Ihrer Haut passt und direkt nach dem Peeling aufgetragen wird.

Auch beim Make-up lohnt die Auswahl. Wenn Ihre Haut zu Unreinheiten neigt, greifen Sie zum Beispiel zu nicht komedogenen Produkten ohne Fettanteile.

Diese goldenen Regeln helfen:

  • Jeden Abend gründlich abschminken und die Haut morgens und abends mit einem milden Produkt reinigen.
  • Wenn Sie sich schminken und selten ohne Foundation aus dem Haus gehen: auf gute Qualität achten und sich für die Auswahl gern von Ihrer Dermatologin oder Ihrem Dermatologen beraten lassen. Und der Haut zwischendurch Luft lassen – das Make-up also weglassen, wenn es nicht wirklich nötig ist.
  • Nachts dürfen Sie die Haut auch mal „nackt“ lassen. Manche empfehlen Nachtpflege, andere finden, dass sie die Haut erstickt – zumal Nachtcremes oft reichhaltiger sind als Tagespflege.
  • Schützen Sie Ihre Haut vor der Sonne, aber auch vor Kälte, mit passender Pflege. Meist wird die Pflege im Herbst oder zu Beginn des Winters umgestellt: Bei Kälte braucht die Haut etwas Reichhaltigeres oder mehr Feuchtigkeit, im Sommer reichen ihr oft eine leichte Emulsion und eine Sonnencreme.

Und es gibt Nahrungsergänzungsmittel für die Kur, wenn die Haut müde wirkt. Herbst und Winter sind genau die Jahreszeiten, in denen der Körper manchmal einen Anstoß von außen braucht. Aber Achtung: Sinnvoll sind solche Kuren nur als Ergänzung zu einer ausgewogenen, abwechslungsreichen Ernährung.

Unser Beauty-Shopping

  • Fällt Ihnen die tägliche Portion Gemüse schwer? Dann setzen Sie auf ein großes Glas Bio-Gemüsesaft. Sieben Gemüsesorten im Glas – und ein Drink, der auch zum Aperitif passt! Gemüsesaft-Cocktail von Potager Bonneterre.
  • Nachtkerzenöl, Granatapfel-Extrakt und ein Mix aus Mineralstoffen: Dieses Nahrungsergänzungsmittel kombiniert diese Zutaten; seine Wirksamkeit gegen Hautalterung ist in dieser Form nicht belegt. Dermobiane Age Protect, Pileje.
  • Bierhefe steckt voller Vitamine und Spurenelemente und wird traditionell ergänzend zu einer ausgewogenen Ernährung verwendet; die Belege für einen Effekt auf Haut, Haare und Nägel sind begrenzt. Als Kapseln oder Flocken. Bierhefe, Priméal.
  • Zwei Löffel in eine Schüssel mit kochendem Wasser, das Gesicht darüber halten und den Kopf mit einem Handtuch abdecken. Der Dampf weicht die Haut auf und lässt die Poren entspannen; als Ergänzung zu einer milden Reinigung. Dampfbad, Dr. Hauschka.
  • Zum Abschminken und für die milde Reinigung gibt es kaum etwas Besseres als diese sehr milde Lotion. Auf ein Wattepad, morgens und abends: Sie reinigt gründlich, trocknet nicht aus, brennt nicht – top! Créaline H2O Lotion, Bioderma.

Ein Hinweis zur Auswahl: Sie folgt dem französischen Sortiment. Einige dieser Marken sind in Deutschland nicht überall erhältlich, und Sortiment wie Preise unterscheiden sich je nach Drogerie, Apotheke, Parfümerie oder Onlineshop.

Unsere Haut ist ein Stück weit der Spiegel unseres Zustands – nicht nur des körperlichen, sondern auch des seelischen. Eine schlaflose Nacht, Stress, ein Durchhänger: Sie nimmt es übel, mit Unreinheiten, Trockenheit, feinen Fältchen, fahlem Teint und anderen typischen Hautsorgen. Klar, entspannt sein, seine acht Stunden Schlaf bekommen und sich 365 Tage im Jahr in seiner Haut wohlfühlen – dagegen hat niemand etwas. Nur ist unser Alltag keine Disney-Produktion, also gehen wir mit seinen Höhen und Tiefen um. Beruhigend ist: Bis zur dauerhaften Gelassenheit gibt es ein paar gute Empfehlungen für klarere Haut – und alles steht und fällt mit der Lust, sich um sich selbst zu kümmern.

Budget

Was Pflege kostet, hängt stark davon ab, wo Sie kaufen. In der Drogerie reichen die Preise für einen milden Reiniger oder eine Basis-Feuchtigkeitscreme grob von rund 8 bis 25 €; in der Apotheke, in der Parfümerie oder bei einer spezialisierten Pflegemarke sind eher 30 bis 80 € möglich. Ein Peeling oder eine Maske liegt meist zwischen 10 und 35 €, je nach Füllmenge. Nahrungsergänzungsmittel für eine Kur kosten etwa 15 bis 30 € pro Monat, je nach Marke und Packungsgröße. Im Kosmetikstudio kostet eine Gesichtsbehandlung in der Regel zwischen 45 und 90 €; wer regelmäßig geht, fährt mit Paketen oft günstiger. Alle Spannen sind Orientierungswerte – sie variieren mit Inhaltsstoffen, Füllmenge, Marke und Verkaufsstelle, ob Drogerie, Apotheke, Parfümerie oder Onlineshop.

Quellen

  • Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): Referenzwerte zu Ernährung und Flüssigkeitszufuhr.
  • Bundesamt für Strahlenschutz (BfS): Informationen zu UV-Strahlung und Sonnenschutz.
  • ANSES (französische Agentur für Lebensmittelsicherheit, Umwelt und Arbeitsschutz): Hinweise zu Ernährung und Flüssigkeitszufuhr.
  • Santé publique France (französische Gesundheitsbehörde): Präventionshinweise zu Sonnenexposition und Hautschutz.