Die passende Pflege

Fangen wir mit der Kosmetikpflege an, denn sie ist meist unser erster Reflex, wenn wir unserer Haut etwas Gutes tun wollen: eine passende Creme finden.

Anti-Aging-Kosmetik also: ja, aber nicht nur.

Die Grundlage einer gesunden Haut ist eine gründliche Reinigung – zweimal täglich, morgens und abends, wobei das Abschminken nie fehlen darf.

Man kann es nicht oft genug sagen: Die Haut muss von abgestorbenen Zellen, Staub, überschüssigem Talg, Rückständen von Umweltverschmutzung und Ähnlichem befreit werden. Dafür ist eine Reinigung morgens vor der Pflege und abends beim Abschminken nötig.

Wichtig ist ein mildes Reinigungsprodukt, das zum Hauttyp passt. Meiden Sie generell zu stark parfümierte Reiniger, die die Haut oft reizen; entfernen Sie aus Ihrer Beautyroutine alles, was in den Augen und auf der Haut brennt; und wählen Sie einen extra-milden Reiniger, der weder austrocknet noch reizt.

Bei sanfter Reinigung und Abschminken bleibt Mizellenwasser eine sichere Bank: Es ermöglicht perfektes Abschminken und eine Reinigung ohne Abspülen, da Leitungswasser bei hohem Kalkgehalt austrocknend wirken kann. Duschprodukte sind für das Gesicht oft zu stark entfettend. Wenn Ihr Wasser sehr kalkhaltig ist, begrenzen Mizellenwasser oder ein Reinigungsöl, gefolgt von einem Abspülen mit Thermalwasser, das Spannungsgefühl – ohne dass Sie auf sorgfältiges Abschminken verzichten sollten. Wenn Sie Ihr Gesicht dennoch gern unter Wasser halten – manche mögen das –, beenden Sie Ihre Reinigung mit einem großzügigen Sprühstoß Thermalwasser.

Junge asiatische Frau, die ihre Wange mit einem waschbaren Wattepad abschminkt

Nach der Reinigung geht es ans Eincremen. Wählen Sie Ihre Produkte nach Hauttyp und Alter. Anti-Aging-Kosmetik kann ab 30 Jahren in Ihre Pflegeroutine einziehen, es sei denn, Sie bemerken schon vorher feine Fältchen oder andere Zeichen der Hautalterung; nicht jede Haut reagiert gleich auf die ersten Falten.

Bei der Zusammensetzung sollten Sie bedenken: Ein Bio-Siegel bezieht sich auf die Inhaltsstoffe, nicht auf die Wirksamkeit. Der COSMOS-Standard etwa schreibt einen Mindestanteil natürlicher und biologischer Inhaltsstoffe sowie eine Liste verbotener Inhaltsstoffe vor. Er sichert keine Wirkung gegen Falten zu – er stellt sicher, dass bestimmte Inhaltsstoffe vermieden werden, was schon einiges wert ist.

Geöffneter Tiegel mit Feuchtigkeitscreme aus satiniertem Glas, dichte Textur auf einem Holzspatel

Und dann sind da die Wirkstoffe, die wirklich etwas tun – aber das auch spürbar machen. Prickelt es, schuppt sich die Haut, wird sie in den ersten Tagen rot? Das ist häufig und kein Zeichen für Wirksamkeit. Reduzieren Sie die Häufigkeit, spenden Sie Feuchtigkeit und lassen Sie Ihre Haut sich daran gewöhnen.

Bernsteinfarbene Glasflasche mit Pipette, ein Tropfen Serum hängt an der Pipette

Eine Ausnahme ist vielleicht die Augenpartie. Sie ist besonders empfindlich und neigt dazu, schneller Linien zu zeigen als der Rest des Gesichts. Denken Sie also an eine spezielle, gut feuchtigkeitsspendende Augenpflege, auch ohne das Wort „Anti-Aging“ auf dem Fläschchen: Mit dem Ringfinger aufgetragen, reicht sie oft aus, solange sich noch keine festen Fältchen gebildet haben. Sie muss nicht als „Anti-Aging“ ausgewiesen sein, um nützlich zu sein! Achten Sie auf die Textur: leicht und unparfümiert, wenn Ihre Augen leicht tränen.

Frau mit gemischten Wurzeln, die eine Augencreme mit dem Ringfinger aufträgt

Und ob mit 20, 30 oder 40: Auf Nachtpflege verzichten Sie nicht. Auch sie wählen Sie nach den Bedürfnissen Ihrer Haut. Manche Cremes lassen sich tagsüber und nachts verwenden, was besonders mit 20 eine gute Option ist, wenn das Budget für Kosmetik noch nicht riesig ist.

Und warum wir die Nachtpflege betonen? Weil sich die Haut nachts erholt. Die Legende vom „Peak zwischen 23 und 3 Uhr“ hält sich noch; die Realität ist weniger präzise, aber der Grundgedanke stimmt. Regelmäßiger, ausreichender Schlaf zeigt sich im Teint; zu kurzer Schlaf ebenfalls.

Junge Frau im Bett beim Licht einer Nachttischlampe, ein Tiegel Nachtcreme liegt neben ihr

Ausreichend Schlaf

Wie bereits erwähnt, erneuert sich die Haut nachts während des Schlafs. Ein Blick in den Spiegel am frühen Morgen nach einer guten Nacht genügt: Ihre Haut wirkt strahlender, glatter, weicher. Und umgekehrt: Es ist erstaunlich, wie eingefallen unser Gesicht bei Schlafmangel wirkt, wie fahl der Teint wird und wie Pickel und Unreinheiten nur so sprießen!

Sie haben es verstanden: Schlaf ist wesentlich für schöne Haut. Vermeiden Sie daher auf Dauer zu viele Partynächte und Schlafmangel, sonst könnte Ihre Haut deutlich in Mitleidenschaft gezogen werden!

Sport für die Figur – und für die Haut

Sport hat straffende und festigende Effekte auf die Figur. Körperliche Aktivität trägt zum allgemeinen Wohlbefinden und zu einer guten Durchblutung bei; ein direkter Effekt auf die Festigkeit des Gesichts ist nicht belegt.

Hinzu kommt, dass Anstrengung die Durchblutung der Haut vorübergehend verändert, ohne eine Abschwächung von Rötungen zu versprechen, und zum allgemeinen Funktionieren des Organismus beiträgt – all das kann zu einem rosigen Teint beitragen. Ein besser durchbluteter Teint fällt auf. Und da Sport hilft, Stress abzubauen und loszuwerden, mildert er dessen Zeichen auf der Haut: Rötungen, Trockenheit, Unreinheiten … Ein paar zügige Spaziergänge pro Woche sind schon ein glaubwürdiger Anfang.

Junge Frau geht zügig durch einen Park an einem nebligen Herbstmorgen

Übrigens wird immer häufiger von dieser vielzitierten Gesichtsgymnastik gesprochen, die helfen soll, die vielen Gesichtsmuskeln in der Tiefe zu trainieren und so ein jüngeres Gesicht länger zu bewahren. Also durchaus einen Versuch wert!

Vorsicht, Sonne!

Und auch Sie, die gerade erst 20 sind: Auch wenn man die Folgen nicht sofort sieht, ungeschützte und ausgedehnte Sonnenbäder holen einen immer wieder ein – bei manchen früher, bei anderen später!

Um Flecken, Erschlaffung des Gesichts und sonnenbedingte Fältchen zu vermeiden, gehen Sie also gut geschützt aus dem Haus: LSF 50 bei starker Sonne, eine gut bedeckende Sonnenbrille für die Augen und ein Lippenbalsam mit Lichtschutzfilter.

Vermeiden Sie längere Aufenthalte in der Sonne und gehen Sie nicht in den intensivsten Stunden des Tages hinaus.

Schließlich gibt es Tagespflegen für die tägliche Anwendung mit Lichtschutzfilter; er ist zwar niedriger, aber an Tagen mit begrenzter Sonneneinstrahlung dennoch wirksam. Denn auch wenn die Sonne sich nicht zeigt, dringt sie dennoch in die Haut ein … Der eine Schritt, der viel verändert, ist zwei Finger voll für Gesicht und Hals, jeden Morgen! Unter Make-up funktioniert das ebenfalls, wenn Sie etwa 30 Sekunden trocknen lassen, bevor Sie weitermachen. Und denken Sie daran: Entscheidend ist nicht die Marke, sondern die Regelmäßigkeit!

Zwei mit Sonnencreme bedeckte Finger, daneben eine Tube auf einer Badezimmerablage

Vorsicht bei allem, was die Hautalterung beschleunigt

Denn ja, nicht nur die Sonne bedroht die Jugend unserer Haut. Alkohol, Rauchen und Umweltverschmutzung tun ihr Übriges und beschleunigen die Hautalterung. Die ersten beiden lassen sich leicht einschränken, die Umweltverschmutzung dagegen kaum. Nutzen Sie also die Gelegenheit für ein paar tiefe Atemzüge sauberer Luft am Strand, in den Bergen oder auf dem Land; passen Sie beim Abschminken besonders auf und testen Sie vielleicht diese zunehmend zahlreichen Pflegeprodukte, die eine Barriere gegen Umweltverschmutzung anbieten …

Setzen Sie auf antioxidative Lebensmittel

Antioxidantien tragen dazu bei, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen; ihre Effekte auf die Hautalterung sind noch nicht genau geklärt. Zu den wichtigsten Antioxidantien in manchen Lebensmitteln zählen die Vitamine C und E, Beta-Carotin und Polyphenole (Tannine, Flavonoide und Co.). All das steckt in grünem Tee, roten Weintrauben, Tomaten, Nüssen, Karotten, Beeren, roten Paprika, Orangen, Leinsamen …

Obst und Gemüse können Sie generell fast ohne Einschränkung und möglichst abwechslungsreich essen, denn sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen.

Wir können Ihnen nur empfehlen, sich ausgewogen und abwechslungsreich zu ernähren, damit Ihr Körper – und damit auch Ihre Haut – alle wichtigen Nährstoffe erhält.

Budget

Einen exakten Preis lässt sich kaum nennen, dafür sind die Unterschiede zwischen den Marken zu groß. In Deutschland liegen Basispflegeprodukte – Reinigung, Feuchtigkeitscreme, Augenpflege – je nach Marke und Einkaufsort häufig bei etwa 5 bis 20 € pro Produkt in Drogerie, Apotheke oder Supermarkt; anspruchsvollere Pflegemarken kosten eher 20 bis 60 €. Eine gute Gesichts-Sonnencreme mit LSF 50 liegt meist zwischen 10 und 25 €. Der Preis hängt von der Wirkstoffkonzentration, dem Lichtschutz, dem Siegel (bio, vegan) und dem Vertriebsweg ab. Drogerien, Apotheken und Parfümerien sind gute Orte, um Fragen zu stellen und vor einer größeren Investition Proben mitzunehmen.

Quellen

  • COSMOS (cosmos-standard.org) — um zu verstehen, was ein Bio-Siegel in der Kosmetik zusichert und was nicht.
  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA, bzga.de) — Empfehlungen zu Sonnenexposition und Hautschutz.