Ursprünglich waren die Ray-Ban-Brillen für die Piloten der US-Luftwaffe gedacht. Heute sind die ersten Modelle der Marke wieder angesagt – mit Kultbrillen wie dem Pilotenstil der „Aviator“ und der „Wayfarer“, die in den 50er- und 80er-Jahren für Furore sorgten. Die Geschichte von Bausch & Lomb reicht bis 1853 zurück, die Ray-Ban-Brillen selbst entstehen jedoch erst 1937: Der deutsche Optiker John Jacob Bausch wandert in die USA aus und lernt dort Henry Lomb kennen. Aus ihrer Verbindung geht die Firma Bausch & Lomb hervor, bis heute führend in der medizinischen Augenheilkunde und der Optik. 1999 wird die Marke Ray-Ban vom italienischen Riesen Luxottica übernommen, dem Weltmarktführer.

Junge Frau im Blazer mit trapezförmiger Sonnenbrille aus schwarzem Acetat, in der Straße

1930 bringt Bausch & Lomb das Glas RB3 auf den Markt. Das grüne Glas war damals eine echte Errungenschaft und filtert ultraviolette und infrarote Strahlung. Der Name Ray-Ban ist eine Verkürzung des Slogans „Bannir les rayons du soleil“ (rayon = Strahl, bannir = verbannen) und wird 1937 offiziell als Marke eingetragen. Die „Aviator“ kommt mit den GIs im Zweiten Weltkrieg nach Europa. Nach dem Krieg begeistert die Marke Hollywood-Größen von Audrey Hepburn über James Dean bis Bob Dylan und Mick Jagger: Der Ray-Ban-Look ist geboren! Alle erliegen dem Charme der legendären Brille und verschaffen der Marke einen unverhofften Boom. Schon damals steigen die Verkaufszahlen – mit Höhen und Tiefen. Bei diesem weltweiten Erfolg bleiben zahlreiche Nachahmungen der berühmten Ray-Ban nicht aus. Hier ist Vorsicht angebracht, denn die Gläser sind oft von schlechter Qualität und der Schutz nicht unbedingt gewährleistet. In den 90er-Jahren gab es im Handel Kinderbrillen im Ray-Ban-Look, in verschiedenen Farben und zu attraktiven Preisen. Diese Nachahmungen fanden ihre Abnehmer, denn der Ray-Ban-Mythos hat schon immer viele Kundinnen und Kunden angezogen. Achten Sie also auf billige Kopien, die vielleicht wie eine Ray-Ban aussehen: Nicht jede Nachahmung garantiert einen zuverlässigen UV-Schutz. Prüfen Sie die Kennzeichnung, die Filterkategorie und die Herkunft.

Eine Hand hält eine Sonnenbrille gegen das Licht, die Tönung und die Tiefe des Glases werden sichtbar

Ob Kultobjekt für die einen oder Luxusobjekt für die anderen – die Ray-Ban-Brillen haben neben dem Fashion-Faktor einen Ruf für Robustheit und Glasqualität, der nicht unverdient ist. Wer eine Ray-Ban kauft, zahlt natürlich die Marke und das damit verbundene Prestige. Die Ray-Ban-Gläser sind laut Herstellerangaben darauf ausgelegt, UV-Strahlung zu filtern; der Schutz hängt aber auch vom Modell und davon ab, wie die Brille getragen wird.

Von Jude Law über Nicolas Sarkozy bis Sienna Miller und Kate Moss: Die Ray-Ban ist das Modeaccessoire der Promis des 21. Jahrhunderts. Ob zum Schutz der Augen vor Sonnenstrahlen oder vor neugierigen Blicken – die Modelle „Aviator“ und „Wayfarer“ sind seit einigen Jahren wieder stark im Kommen! Durch den Film Top Gun legendär geworden, haben die Ray-Bans Tom Cruise erobert, der der Marke seit vielen Jahren treu bleibt. Modeeffekt oder Komfort? Die Marke bleibt die der Stars wie die von Millionen Namenloser, die Sommer wie Winter Sonnenbrillen mit Ray-Ban-Schriftzug tragen!

Optikerwerkstatt: filigrane Metallfassungen und grün getönte Gläser auf einer Holzwerkbank

Budget

Preislich müssen Sie für eine Aviator oder Wayfarer mit Metall- oder Acetatfassung mit etwa 130 € bis 200 € rechnen, für Titanmodelle, die leichter und dünner sind, eher mit 200 € bis 300 €. Der Preis variiert je nach Material der Fassung, Glasart (klassisch getönt, polarisiert, Korrektionsgläser) und Verkaufsstelle: unabhängige Optiker, Ketten oder der offizielle Onlineshop. Der beste Spartipp bleibt, Angebote mit gleichwertigen Gläsern zu vergleichen und zu prüfen, dass die Fassung tatsächlich die Signatur der Marke trägt – das ist der beste Schutz gegen Kopien.

Quellen