Sonnenbrillen: der Star-Attitude-Trend
Es gibt Morgen, an denen man den eigenen Blick im Spiegel sucht – und eine einzige Sonnenbrille verändert alles. Ein Accessoire, das man aufsetzt wie eine Tür, die man zuschlägt: entschieden. Hier geht es nicht um ein Strand-Gadget, sondern um das Stück, das in einer Sekunde einen Look setzt, ganz ohne Worte. Und in dieser Saison ist der Star-Attitude-Stil kein Rätsel: Man greift einfach auf die Klassiker zurück.
Die Diva des roten Teppichs ist sie: die Wayfarer von Ray-Ban. 1952 eingeführt und ein riesiger kommerzieller Erfolg – bis heute eines der bekanntesten Modelle der Marke überhaupt. Ihre trapezförmige Fassung aus Acetat, ebenfalls aus dem Jahr 1952, braucht keine Vorstellung mehr: Sie zählt zu den wiedererkennbarsten Silhouetten überhaupt, in Musikvideos genauso präsent wie auf Festivaltreppen. Damit machen Sie nichts falsch.

Getragen von den ganz Großen des Kinos behält die Wayfarer auf den roten Teppichen ihren Platz. Und man muss zugeben: Ihr umschließender Rahmen verbirgt den Blick, ohne das Gesicht zu verhärten – eine Balance, die Männern wie Frauen gefällt. Ein Retro-Look mit Dandy-Touch, ein Charme zwischen Rock und Eleganz: eine Fassung, die nie aus der Mode kommt.
Sixties-Geist, sehr ladylike
Beim Sixties-Geist setzt man vor allem auf Fassungen in Schildpatt oder Schwarz und auf Verlaufsgläser, um auf der Retro-Welle mit dem Glamour von einst mitzuschwimmen. Die Prada-Kollektion bringt mit ihrer italienischen Note diese Tendenz zum Leuchten – und wie die Models auf dem Laufsteg können Sie hier nichts falsch machen.
Für die Mutigen gibt es die kantige Fassung: dickes Material, klare Kanten, grafisch geschnittene Linien. Genug, um für sich allein eine Silhouette zu setzen! Zu roher Jeans und weißem T-Shirt ist das bereits ein Gesamt-Look; auf einem Oversize-Blazer strukturiert sie das Layering, ohne aufzutragen.

Luxus wagt alles
Als Luxus-Accessoire wagen Sonnenbrillen jede Kühnheit. Fashionistas lieben diesen Prunk, der ihre Erscheinung veredelt – sei es fürs Design oder für ein kostbares Detail. Man denkt an die Dior-Auswahl mit ihren großzügigen Modellen und Zier-Motiven: das große herzförmige Schloss aus der Schmuckkollektion oder ein sinnlicher Flecht-Effekt, unwiderstehlich wie die gekreuzten Bänder eines eleganten Korsetts. Ein starkes Statement, das nicht in jede Garderobe passt – aber welch ein Look, wenn man dazu steht!
Und wie wäre es mit einem Comeback der Ray-Ban Aviator? Kultmodell der Marke, 1936 für die Piloten der US-Armee entworfen und später von einem Kultfilm der 1980er Jahre im Kino verewigt, der sie ins kollektive Bildgedächtnis brachte. Metallgestell in Gold oder Silber, verspiegelte Gläser, Gravur am Bügel: das Basic der Sonnenbrillen-Garderobe, das zu allem passt, vom Badeanzug bis zum Trenchcoat!

Und die Herstellung?
Eine Made-in-France-Brille aus dem Jura, der historischen Wiege der französischen Brillenherstellung, hat weit mehr zu bieten als nur Stil. Der eigentliche Pluspunkt bleibt der Service: Eine reparierbare Fassung mit Ersatzgläsern und Ersatzteilen kann Sie, gut gepflegt, deutlich länger begleiten als ein schnell ersetztes Paar. Das spart Geld und tut dem Gewissen gut – und genau das gefällt uns.
Nicht alle sind gleich, das stimmt. Eine billige Fassung aus dünnem Kunststoff hält eine Saison, inklusive zerkratzter Gläser. Eine gut verarbeitete Acetat-Brille mit stabilen Scharnieren und behandelten Gläsern altert ganz anders. Der Unterschied zeigt sich in Details, die man auf den ersten Blick nicht sieht: die Qualität der Politur, die Festigkeit des Scharniers, die Stärke des Materials. Nehmen Sie sich in der Filiale Zeit, den Bügel auf- und zuzuklappen – dort liegt meist der Hund begraben.

Bleibt das Wesentliche: Sonnenbrillen sind das unverzichtbare Accessoire ab den ersten Sonnenstrahlen, im Sommer wie im Winter. Ein Accessoire, um zu sehen – aber auch, um gesehen zu werden! Und diesen Sommer gilt: Der Star, das sind Sie.
Ein rundes Gesicht profitiert von einer Fassung mit markanten Winkeln, ein eckiges Gesicht von weicheren Kurven; kleine Gesichter wählen am besten eine schmale und proportionierte Fassung, größere dürfen großzügige Formen tragen. Am einfachsten probieren Sie vor dem Spiegel bei Tageslicht aus und prüfen, dass die Fassung nicht breiter ist als das Gesicht.
Budget
Rechnen Sie mit etwa 60 bis 150 € für eine gut verarbeitete Acetat-Brille bei einer großen Brillenmarke und eher 150 bis 300 € für ein Designer-Modell mit Verlaufsgläsern oder kostbaren Details. Eine in Frankreich, im Jura, gefertigte Fassung liegt häufig zwischen 120 und 250 €. Die Preise variieren je nach Material – Acetat, Metall, Titan –, nach Glasart (Verlauf, polarisiert, verspiegelt) und nach Verkaufsstelle: unabhängiger Optiker, Kette oder Onlineshop. Fragen Sie vor dem Kauf nach der Reparaturpolitik und dem Preis für Ersatzgläser.
Quellen
- Ray-Ban — Geschichte der Modelle Wayfarer (1952) und Aviator (1936), offizielle Website.
- Musée de la Lunette, Morez (Jura) — Geschichte und Know-how der französischen Brillenherstellung.





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