Haare haben es heute wirklich schwer! Umweltverschmutzung, Colorationen, zu häufiges Shampoonieren, Chlor … All das macht das Haar stumpf. Die Faser wird angegriffen und reflektiert das Licht nicht mehr.

Für Haare, die wieder gesund aussehen, starten wir einen Angriffsplan!

Zuerst entfernen wir Staub und andere Verunreinigungen, die sich im Haar festsetzen. Dafür erinnern wir uns an den Tipp der Großmutter: mindestens hundert Mal die Haare bürsten, bevor es ins Bett geht. Keine Sorge, bis hundert müssen Sie nicht gehen: Sanftes Bürsten kann helfen, den Talg zu verteilen, aber es darf nicht übertrieben werden; passen Sie es an Ihren Haartyp an und bürsten Sie nicht zu intensiv. Jeden Abend bürsten wir also die Längen über Kopf und lassen vor allem die Kopfhaut aus, um sie nicht zu reizen.

Beim Werkzeug: Naturborstenbürsten oder Bürsten mit abgerundeten Noppen sind für sanftes Bürsten beliebt, doch die Technik zählt mehr als das Material. Und bei nassem Haar greifen Sie zum grobzinkigen Kamm: Vollgesogen mit Wasser bricht die Faser viel schneller.

Holzbürste mit Naturborsten, die über die Spitzen eines braunen Haars gleitet, während der Kopf nach unten geneigt ist

Nach dem Shampoonieren gründlich ausspülen, damit die Faser nicht erstickt. Der untrügliche Hinweis? Die Haare quietschen zwischen den Fingern! Genau jetzt zeigen Sie Mut: Ideal ist eine letzte Spülung mit kaltem Wasser. Das kalte Wasser des letzten Wasserstrahls schließt die Schuppenschicht nicht; sein Nutzen ist vor allem sensorisch und unmittelbar, ein dauerhafter Effekt ist nicht belegt. Es kostet nichts, also nehmen Sie es mit.

Junge Schwarze Frau, die ihre Haare über einem Waschbecken mit viel Wasser ausspült, ein Handtuch über den Schultern

Bei jeder zweiten Haarwäsche wird gewechselt: zwischen einer Glanzpflege und einem Neutral-Shampoo, damit das Haar nicht beschwert oder fettig wird. Die besonders Gründlichen tragen vor dem Shampoonieren ein Öl auf, lassen es etwa 30 Minuten einwirken und waschen dann. Dieses Ritual kann die Faser vorübergehend pflegen und glätten, doch seine Wirkung ist unterschiedlich, und es repariert strapaziertes Haar nicht dauerhaft. Der Conditioner hingegen kommt auf handtuchtrockenes, nicht tropfnasses Haar, sonst rutscht die Textur an der Faser entlang, ohne einzudringen. Sie können das Haar während der Einwirkzeit für mehr Komfort in ein warmes Handtuch wickeln; eine bessere Aufnahme des Pflegeprodukts sichert das nicht.

Junge asiatische Frau, die mit einer Pipette ein Pflanzenöl auf ihre Längen aufträgt

Nach dem Trocknen sprühen Sie ein Haar-Gloss auf, das einen Glanzfilm hinterlässt, ohne zu fetten. Perfekt für den Abend!

Für Naturfans und Anhängerinnen von Großmutter-Rezepten ist jetzt der Moment, Essig oder Zitrone herauszuholen. Spülen Sie Ihre Haare nach dem Shampoonieren einfach mit Essig- oder Zitronenwasser aus. Verdünnter Essig wird traditionell als saure Spülung verwendet; seine Wirkung auf die Kutikula und den Glanz ist nicht eindeutig belegt. Der Geruch verfliegt beim Trocknen. Zitrone ist riskanter: Sie trocknet aus und kann die Farbe aufhellen, besonders vor Sonneneinstrahlung. Für Naturhaar und ungefärbtes Haar vorbehalten. Günstig – dieser Tipp spricht rundum für sich!

Glasflasche mit verdünntem weißem Essig und eine halbe Zitrone auf einem hellen Steinregal im Badezimmer

Zum Schluss: Für eine glattere Schuppenschicht und extra Glanz ist ein Brushing oder Glätten kaum zu schlagen. Ein Brushing lässt die Schuppenschicht optisch geschlossen erscheinen und reflektiert das Licht, doch der Effekt ist nach der ersten Haarwäsche wieder weg. Das ist kein Grund, vor einem Abend darauf zu verzichten, nur ein Grund, es nicht zur täglichen Gewohnheit zu machen. Der Haken, den Sie kennen: Diese Behandlungen strapazieren das Haar ebenfalls, also nur in Maßen, zu besonderen Anlässen.

Junge Frau, die ihre Haare trocknet, Föhn in sicherem Abstand gehalten, lauwarme Luft im Badezimmer

Spielen Sie nicht die Unschuldige – Sie haben schon Dutzende Stylingprodukte ausprobiert, um möglichst glänzendes Haar zu bekommen. Aber die Chancen stehen gut, dass diese Produkte nicht das Wunder gebracht haben, von dem Sie geträumt haben. Vielleicht war das Produkt einfach nicht auf Ihren Haartyp abgestimmt, oder Ihrer Mähne fehlte die richtige Vorbereitung. Ja, das Haar ist wie ein Athlet: Für gute Ergebnisse muss es vorher vorbereitet werden! Und wie macht man das? Indem Sie unsere Tipps für glänzendes und ganz weiches Haar befolgen!

Budget

Beim Budget müssen Sie sich nicht ruinieren: Eine Bürste aus Wildschweinborsten gibt es zwischen 15 und 40 € im Drogeriemarkt oder in der Parfümerie; für einen grobzinkigen Holzkamm rechnen Sie eher mit 5 bis 15 €. Ein Pflanzenöl (Argan, Kokos, Olive) kostet je nach Größe zwischen 8 und 25 €, ein Gloss für den letzten Schliff zwischen 10 und 30 €. Weißer Essig und Zitrone haben Sie ohnehin schon im Schrank – das ist der günstigste Tipp der Liste. Diese Preisspannen variieren je nach Marke und Verkaufsstelle; prüfen Sie die Preise im Geschäft, sie ändern sich schnell.