Eine Frau trägt eine schwarze Longchamp-Ledertasche am Arm auf einer Pariser Straße
Genarbtes Leder am Arm getragen – ganz nach Pariser Art

Heute, im Herbst 2007, ist Longchamp ganz oben angekommen: Kate Moss ziert die aktuelle Werbekampagne, über hundert eigene Boutiquen weltweit, dazu der Vertrieb über zahlreiche weitere Häuser – kurzum, eine Legende der Lederwarenkunst!

Sie verlassen das Haus nie ohne Laptop und Trinkflasche? Das Modell zu finden, das den ganzen Tag mithält, ohne die Silhouette zu ruinieren, ist so etwas wie die heilige Suche der Garderobe. Wenn sich ein französisches Haus seit 1948 genau mit dieser Frage beschäftigt, hört man natürlich genauer hin!

Eine kleine schwarze Longchamp-Tasche aus gestepptem Leder mit großer Schnalle auf einem Cafétisch
Der Titan: kleines Format, tiefe Steppung und selbstbewusste Metallschnalle

Sie kennen die Marke sicher schon, ohne es zu wissen: Ihr Pliage hängt in fast jedem Kleiderschrank. Doch hinter der Nylon-Ikone verbirgt sich eine ziemlich erstaunliche Familiengeschichte – und eine Auswahl an Stücken, die es verdienen, dass man sich auch heute noch mit ihnen beschäftigt.

Eine kleine geöffnete Longchamp-Ledertasche auf einem Bett, umgeben von ihrem Alltagsinhalt
Der Graphique, ein wandelbares Format: Etui, Regenschirm und Notizbuch finden darin Platz

Alles beginnt in einem Tabakgeschäft in Paris, wo Jean Cassegrain alte, mit Leder überzogene Pfeifen verkaufte. Die Marke übernimmt den Namen der Pferderennbahn Longchamp – eine Anspielung auf die Rennbahn, nicht auf die Adresse des Geschäfts. Nach und nach erweitert die Werkstatt ihr Spielfeld: kleine Lederwaren, Reiseaccessoires und ab 1971 schließlich Handtaschen.

Drei faltbare Nylontaschen mit Lederklappen, flach auf einem hellen Leinentuch ausgelegt

Heute führt die dritte Cassegrain-Generation das Haus, Sophie Delafontaine verantwortet die künstlerische Leitung. Nach wie vor unabhängig, zählt die Marke rund hundert Boutiquen weltweit und steht für einen zugänglichen, praktischen und eleganten Luxus.

Eine Frau hält eine schwarze Longchamp-Légende-Tasche aus Lackleder in einem Eingangsbereich in der Hand
Die Légende, inspiriert von Arztkoffern, neu interpretiert in Lackleder

Der Pliage hat sich seinen Status redlich verdient. Jahre später ist er ein Klassiker der weltweiten Garderobe. Sein Trick? Ein Federgewicht, großzügiges Fassungsvermögen und nahezu kein Platzbedarf, wenn er zusammengefaltet ist – so lässt er sich bedenkenlos in eine größere Tasche oder einen Koffer schieben!

Junge asiatische Frau sitzt an einem Fenster, eine gefaltete Tasche in den Händen, eine Ledertasche steht auf dem Boden

Bei den Materialien hat das Haus einiges zu bieten: weiches Leder, beschichtetes Gewebe, Jacquard ... Die limitierten Editionen und künstlerischen Kooperationen tun ihr Übriges. Und was die Passform angeht, liegt die Tasche an der Schulter an oder wird in der Hand getragen – mit einem weichen Fall, der sich vielen Figurtypen anpasst.

Eine Frau kommt mit der Longchamp-Rodéo-Tasche im Zebra-Print am Arm aus einer Boutique
Die Rodéo und ihr Zebra-Print – gemacht für Shoppingtouren

Zu den Modellen, die das Haus prägen, gehört die Légende, die sich an alten Arztkoffern orientiert: schicke Linie, klares Design, Lackleder für den modernen Touch – erhältlich in mehreren Größen und Farben. Die Quadrille, nah am Pliage angelehnt, ist dank ihres karierten Gewebes mit Logos und ledernen, genieteten Ecken wie gemacht für ausgedehnte Shoppingtouren.

Eine Frau trägt die Longchamp-Pliage aus Nylon beim Verlassen des Studios über der Schulter
Die Pliage in der Sport-Version, zwischen zwei Terminen über die Schulter geworfen

Diese Saison setzt auf Mini-Formate, kurze Henkel und sanfte Töne: Beige, Terrakotta, Salbeigrün. Baguette-Taschen im 2000er-Stil gewinnen an Sichtbarkeit, während Umhängetaschen und Crossbody-Modelle offenbar die aktiven Städterinnen überzeugen!

Detail der genieteten Lederecken und des karierten Gewebes der Longchamp-Quadrille-Tasche
Genietete Ecken, kariertes Gewebe: die Signatur der Quadrille

Genug, um eine Capsule-Garderobe aufzufrischen, ohne ganz von vorn anzufangen.

Eine Frau hält die Longchamp-Légende-Tasche aus bordeauxfarbenem Printleder auf dem Schoß
Die Légende spielt Luxus-Print, in der Hand getragen auf einer Terrasse
Junge schwarze Frau geht in einer Pariser Straße, eine kleine strukturierte Ledertasche in Rehbraun mit kurzem Henkel in der Hand

Die 4x4 spielt halb Cowgirl, halb schicke Städterin – hier eine Tasche, da ein Reißverschluss, dazu genarbtes Leder und authentische Farbtöne. Eine Allrounder-Tasche fürs Büro ebenso wie für Ausflüge. Der kleine, aber robuste Titan setzt auf gestepptes Leder, eine große Schnalle und einen markanten Verschluss. Der Graphique wiederum wird durch seine perfekte Größe zum Multifunktionsbeutel: Vom Make-up-Etui bis zum Regenschirm findet unser ganzer Kleinkram problemlos Platz!

Und bei den Farben greifen wir gern zu: vom Lackblau bis zum berühmten Zebra-Muster der Rodéo, das speziell für Shoppingtouren gedacht ist. Nicht zu vergessen der Pliage in der Sport-Version und die Légende im Luxus-Print, für alle, die das Originelle lieben – kurzum: genug, um Abwechslung zu genießen, ohne sich je zu langweilen!

Eine Frau trägt die Longchamp-4x4-Tasche aus genarbtem Leder mit Taschen über der Schulter
Die 4x4: Taschen, Reißverschlüsse und genarbtes Leder, halb Cowgirl, halb schicke Städterin

Bei der Pflege genügt für das Nylon ein weiches Tuch; das Leder freut sich ab und zu über einen feuchtigkeitsspendenden Balsam. Und sollte der Reißverschluss einmal den Geist aufgeben, bietet das Haus einen Reparaturservice an – so bleibt das Stück über Jahre erhalten, statt ersetzt zu werden.

Bevor Sie sich für eine Größe entscheiden, leeren Sie Ihre aktuelle Tasche auf dem Bett aus und messen Sie genau, was Sie im Alltag wirklich mit sich herumtragen: Laptop, Trinkflasche, Regenschirm, Etui. Eine schöne, aber zu kleine Tasche bringt nichts – das ist oft der erste Fehlkauf beim Shopping.

Budget

Beim Budget sollten Sie für einen Pliage aus Nylon je nach Größe und Modell mit etwa 90 bis 180 € rechnen, für aufwendig verarbeitete Lederstücke mit 300 bis 1.000 € (oder mehr). Limitierte Editionen und künstlerische Kooperationen liegen häufig am oberen Ende der Spanne. Alles hängt von Material, Format und Verarbeitung ab: Besser ist es, vor Ort in der Boutique zu vergleichen und die Größen vor der Bestellung in natura zu prüfen.

Quellen

  • Offizielle Website des Hauses Longchamp: longchamp.com
  • Longchamp, Informationen zur Geschichte des Hauses und zu den Kollektionen (offizielle Seite „Unsere Geschichte“)