Seit einiger Zeit denken Sie über einen neuen Look, einen neuen Schnitt, einen neuen Stil nach … kurz: über ein neues Ich. Und wann wäre der Moment besser als bei echtem Bedürfnis nach Veränderung, sich unter die Schere des Friseurs zu begeben? Heute geht es um mittellanges Haar, einen guten Kompromiss für alle, die etwas Länge behalten und ihrer Frisur trotzdem einen Stilakzent verleihen möchten. Stufig, ausgedünnt, lockig, mit Strähnen, mit Pony … mittellanges Haar kann viele Formen und Nuancen annehmen, und leuchtende Finishs machen den ganzen Unterschied. Hier sind einige Anregungen, die Sie an Ihre Haarstruktur, Ihre Gesichtsform und die Zeit anpassen, die Sie bereit sind, vor dem Spiegel zu verbringen.

Föhnfrisur auf mittellangem Haar, die einen leicht gewellten Long-Bob formt
Frisch geföhntes mittellanges Haar mit kontrollierter Bewegung

Der lockige oder wellige Long-Bob. Glattes Haar ist schön, klar, aber nichts wirkt romantischer und stylischer als Locken und Wellen. Sie geben dem Haar Bewegung, Volumen und Tiefe, und sie sehen noch schöner aus, wenn sie von leicht helleren Strähnen durchzogen sind. Lassen Sie sich von Long-Bobs inspirieren, die lockig getragen werden, mit einer Strähne oder sogar einem seitlich frisierten Pony: stylisch, einfach und wirkungsvoll! Ein dezentes Balayage, ein paar Nuancen heller als die Basis, bringt Leuchtkraft in die Haarstruktur und betont die Kurven – bei dickem wie bei feinem Haar.

Detailaufnahme von Locken an einem Long-Bob, aufgehellt mit feinen Strähnen
Dezente Strähnen: Das Licht gleitet über jede Welle

Keine Lust mehr auf den klassischen Bob? Dann tragen Sie den kurzen Bob, ja, aber stufig, zerzaust, asymmetrisch, mit Pony oder Strähne. Zum Stylen brauchen Sie allerdings ein Glätteisen und einen guten Stylingschaum, denn nichts ist schlimmer als ein kurzer Bob, der schlecht oder gar nicht gestylt ist. Ein wenig Salzwasserspray reicht, um die Haarstruktur zu beleben, und an stressigen Tagen bricht ein kurzer Glätteisen-Einsatz an den Spitzen den braven Effekt.

Glätteisen an den Spitzen eines stufigen Kurz-Bobs
Ein Zug mit dem Glätteisen über die Spitzen bricht den braven Look

Der brave Long-Bob dagegen feiert ein Comeback: Er endet genau am Schulteransatz, lässt sich perfekt glatt stylen und ist gar nicht oder nur wenig durchgestuft. Dafür sorgen ein dichter Pony oder eine seitlich getragene Strähne für Pepp, und bei der Pflege genügen eine Rundbürste und ein leichtes Serum für natürlichen Glanz. Bei dickem Haar verhindert ein leichter Nachschnitt in den Längen den Dreieckseffekt.

Glatt gestylter braver Long-Bob, am Schulteransatz geschnitten
Der brave Long-Bob, perfekt glatt und ohne Stufen

Der stark durchgestufte Mittellang-Look im Bob-Stil, der an den Gesichtskonturen und in den Längen ausgedünnt wird, muss unbedingt mit dem Glätteisen gestylt werden – das sollten Sie bedenken, wenn Sie sich dafür entscheiden. Ein dichter Pony, bei dem das Haar nach vorn geführt wird, damit kein zu braver Scheitel entsteht, oder ein Curtain-Pony: Das ist der Fashion-Haarschnitt schlechthin, der regelmäßige Nachbesserungen verlangt.

Stark durchgestuftes mittellanges Haar im Bob-Stil mit Curtain-Pony
Curtain-Pony und ausgedünnte Stufen: der Fashion-Schnitt

Der asymmetrische Mini-Bob wiederum tritt die Nachfolge des A-Linien-Bobs an, der für viel Aufsehen gesorgt hat. Der kleine asymmetrische Bob kommt ihm nahe, lässt sich aber deutlich wilder tragen: etwas zerzaust, leicht gewellt, immer mit diesen beiden längeren Strähnen, die vorn ins Gesicht fallen. Zum Stylen zeichnen ein Texturierungswachs oder eine leichte Creme die Strähnen nach, ohne sie zu beschweren, und ein kleines Lockeneisen mit geringem Durchmesser erzeugt ein paar verstreute Wellen. Wichtig ist, nicht alles zu glatt zu stylen.

Zerzauster asymmetrischer Mini-Bob mit längeren Strähnen vorn
Der kleine asymmetrische Bob, wilder getragen

Ein absoluter Favorit sind schließlich diese Bobs, die auf Volumen und Bewegung setzen: durchgestuft, mit einer großen, eher langen Strähne, die quer über das Gesicht fällt – ein starker Look, der die alte Idee vom ordentlichen Bob vergessen lässt und Lust auf mittellanges Haar macht. Pony oder Seitenscheitel, bei einem Bob an der Grenze zum Kurzen, stufig und zerzaust oder brav geordnet: Für jeden Geschmack ist etwas dabei. Der Schlüssel? Wählen Sie einen Schnitt, der zu Ihrer natürlichen Haarstruktur und Ihrem Lebensstil passt, denn ein gelungener Haarschnitt ist nicht nur eine Frage der Länge, sondern ein Gleichgewicht aus Form, Pflegeaufwand und Freude am Frisieren.

Voluminöser stufiger Bob mit einer langen Strähne quer über das Gesicht
Volumen, Bewegung – und der ordentliche Bob tritt in den Hintergrund

Der wichtigste Handgriff: Zeigen Sie Ihrem Friseur beim Schneiden zwei oder drei Inspirationsfotos und sagen Sie ihm, wie viel Zeit Sie morgens fürs Styling investieren möchten. Ein Bob, der täglich zehn Minuten Glätteisen verlangt, ist etwas ganz anderes als ein Modell, das an der Luft trocknen darf – sprechen Sie lieber vorher darüber als hinterher.

Budget

Was das Budget angeht: Ein klassischer Salonschnitt liegt meist zwischen 25 und 50 €; bei einem spezialisierteren Friseur im Viertel oder in einem renommierten Salon rechnen Sie eher mit 50 bis 90 €, in einer gehobenen Adresse mitunter mit 100 bis 150 €. Ein Balayage oder eine Coloration auf mittellangem Haar kostet in der Regel zwischen 50 und 150 €, je nach Technik, Länge und Haardichte. Diese Spannen variieren stark nach Stadt, Alter des Salons und der Friseurin oder dem Friseur, die oder der Sie betreut: Fragen Sie immer nach einem Kostenvoranschlag, bevor Sie sich in den Stuhl setzen, und Sie können eine Schnittberatung verlangen, um die Form mit einer Fachkraft abzustimmen.