Welche Frisur steht meinem Gesicht?
Haben Sie sich schon mal gefragt, warum manche Schnitte Sie strahlen lassen, während andere Ihre Züge hart wirken lassen? Der Spiegel lügt nicht: Was Ihrer Nachbarin schmeichelt, muss Ihnen noch lange nicht stehen. Und das ist keine Glückssache — es geht um Proportionen.
Eher rund mit vollen Wangen, von Natur aus oval und harmonisch, quadratisch mit markantem Kiefer oder doch länglich: Ihr Gesicht hat ein paar Merkmale, die gegenüber den anderen überwiegen. Genau davon geht die Frisurenkunde nach Gesichtsform aus, mit der Visagisten arbeiten — sie bestimmt, was Sie optimal zur Geltung bringt. Ein quadratisches Gesicht wird nie so geschnitten wie ein ovales — und das ist gut so, denn es bedeutet: Es gibt einen Schnitt, der für Sie gemacht ist. Also, welche Frisur für welche Gesichtsform? Wir versuchen, die großen Linien nachzuzeichnen.
Bevor Sie sich festlegen, nehmen Sie sich fünf Minuten Zeit, um sich selbst zu betrachten. Haare zurückgekämmt, ein flexibles Maßband in der Hand, notieren Sie vier Maße: Breite der Stirn, Breite der Wangenknochen, Breite des Kiefers und Länge von der Stirn bis zum Kinn. Das ist schnell erledigt und gibt Ihnen eine verlässliche Grundlage fürs Gespräch mit Ihrem Friseur!

Ovales Gesicht: die Glückspilze unter uns
Sie haben ein ovales Gesicht? Dann gehören Sie zu den Glückspilzen, denn dieser Gesichtstyp kann sich so ziemlich alles erlauben. Es ist die am leichtesten zu „kleidende“ Form: von Natur aus ausgewogen in Länge wie Breite, mit harmonischen, weichen und feinen Zügen. Von lang bis kurz — ganz nach Ihren Wünschen! Setzen Sie vor allem auf einen destrukturierten, weichen Schnitt, wenn möglich mit Volumen, um die Feinheit Ihres Gesichts zu betonen. Halblang gelockt, Stufenschnitt, kurzer verwuschelter Look — entscheidend ist dann die Beschaffenheit Ihrer Haare. Keine Panik, jetzt ist der Moment, offen mit Ihrem Friseur zu sprechen.
Wenn Sie sich für kurz entscheiden, achten Sie darauf, am Nacken gut auszudünnen. Und peppen Sie Ihren Schnitt mit ein paar helleren Strähnen auf, um das Gesicht zum Strahlen zu bringen!

Quadratisches Gesicht: weich machen, ohne abzurunden
Sie haben eine eher quadratische Gesichtsform, eine breite Stirn und einen markanten Kiefer? Dann wählen Sie einen strukturierten, kantigen oder asymmetrischen Schnitt mit klar gezogenem Scheitel. Es geht nicht darum, etwas zu verstecken, sondern auszugleichen.
Um Ihre Züge weicher zu machen, wählen Sie Volumen über dem Kopf mit Strähnen auf Höhe des Unterkiefers. Vermeiden Sie vor allem Rundungen — sie betonen den massiven Effekt — und bevorzugen Sie einen halblangen Schnitt (unter dem Kinn) oder lang statt kurz. Ein seitlicher Scheitel macht ebenfalls viel aus.

Längliches Gesicht: die Länge brechen
Sie haben eher ein längliches Gesicht, länger als breit? Dann müssen Sie die Länge brechen und die Volumen neu ausbalancieren. Weg mit formlosen langen Haaren, die Ihr Gesicht noch länger wirken lassen, und weg mit zu kurzen Frisuren, die es abrupt verkürzen: Entscheiden Sie sich für einen Mittelweg.
Setzen Sie auf einen halblangen Schnitt mit Volumen — der Stufenschnitt ist dafür ideal. Ein langer Bob mit tief sitzendem Pony würde Ihnen zum Beispiel sehr gut stehen! Ein Pony hat den Vorteil, lange Gesichter auszubalancieren und Ihrer Frisur eine durchdachte Note zu geben. Man sollte aber wissen, dass er regelmäßige Pflege und tägliches Styling erfordert, wenn Sie nicht von Natur aus glattes Haar haben.

Rundes Gesicht: alles sanft
Ihr Gesicht ist rund? Rundliche Gesichter sind ganz weich, mit vollen Wangen, einem kleinen Kinn und einer kleinen Stirn. Um die Rundungen nicht zu betonen, wählen Sie einen Schnitt, dessen Länge über das Kinn hinausgeht.
Generell stehen Ihnen lange oder halblange Schnitte mit Strähnen am besten, gestuft oder nicht, die das Gesicht umrahmen. Wenn Sie Lust auf einen kurzen Schnitt haben, locken Sie Ihre Haare lieber, statt sie zu glätten! Vermeiden Sie hingegen den Mittelscheitel, runde, aufgebauschte Frisuren und den strengen Bob.

Die Haarstruktur zählt genauso wie die Form
Ein letztes Wort, und kein unwichtiges: Kein Schnitt hält wirklich ohne ein wenig Styling. Man kann es nicht oft genug sagen — die Haarstruktur zählt genauso viel wie die Gesichtsform, und oft entscheidet sie sogar alles.
Bei den Produkten geht es um den gewünschten Effekt: ein Textur-Spray für Bewegung, ein Volumenpuder am Ansatz, ein leichtes Serum in den Längen. Bevorzugen Sie, wenn möglich, Behälter aus Glas oder nachfüllbare Verpackungen und Formulierungen mit Inhaltsstoffen natürlichen Ursprungs — damit weder die Rechnung noch Ihre Haare zu schwer werden.

Kein Schnitt kann eine missverstandene Struktur ausgleichen: Feines Haar verkraftet einen anderen Stufenschnitt als dickes Haar, und eine enge Locke lässt sich anders stylen als eine lose Welle. Sprechen Sie vorher mit Ihrem Friseur — das ist die erste Frage, noch bevor Sie das auf Social Media entdeckte Foto zücken.
Budget
Preislich können Sie mit etwa 25 bis 45 € für einen reinen Schnitt im Viertelsalon rechnen, und eher 60 bis 120 € bei einem Visagisten oder in einem gehobenen Salon, inklusive Föhnen, je nach Haus. Der Preis variiert mit der Stadt, der Haarlänge, der Styling-Zeit und ob das Shampoo inbegriffen ist oder nicht. Am einfachsten ist es, beim Terminmachen nach einem Kostenvoranschlag zu fragen oder sich bei einer Friseurschule zu erkundigen, wo Schnitte oft vergünstigt angeboten werden.
Bei den Produkten liegt ein Textur-Spray oder ein Volumenpuder in der Drogerie oder online meist bei etwa 10 bis 25 €, je nach Inhalt und Zusammensetzung. Sie entscheiden, was Ihnen wichtiger ist: das Ergebnis oder der Behälter, den man länger behält.
Machen wir uns nichts vor: Der perfekte Schnitt, der zu Ihnen passt und hält, braucht oft zwei oder drei Anläufe, bis er sitzt. Also wappnen Sie sich mit Geduld, stellen Sie Ihrem Friseur die richtigen Fragen und lassen Sie sich führen — Ihr Gesicht weiß selbst schon, was ihm steht!





Kommentare
Ihre Meinung zählt: Bewerten Sie den Artikel, reagieren Sie und antworten Sie auf Kommentare.
Kommentare werden moderiert; KI-unterstützte Kommentare werden gekennzeichnet. Text-Emoticons (8-), :-), <3…) werden automatisch als Bilder angezeigt.