Was steckt eigentlich hinter der dauerhaften Haarglättung?

Locken, Wellen, widerspenstige Frizz-Strähnen – kennen Sie das? Und die seidig glatten Mähnen aus der Werbung sind für Sie reine Utopie? Nicht unbedingt! Seit einigen Jahren hat sich eine Glättungstechnik „made in Japan“ auch hierzulande etabliert: die dauerhafte Haarglättung. Das Prinzip? Ganz einfach: die meisten Haarstrukturen dauerhaft glätten!

Eine Friseurin trägt das Glättungsmittel mit dem Pinsel auf eine Haarsträhne auf
Das Produkt wird Strähne für Strähne vom Ansatz bis in die Spitzen aufgetragen

Es handelt sich um eine Behandlung der Haare – rechnen Sie mit einem guten halben Tag im Salon. Die Behandlung verändert die innere Struktur des Haares chemisch (Disulfidbrücken), um ihm eine dauerhaft glatte Form zu geben; die Schuppenschicht kann glatter wirken, das ist aber nicht das eigentliche Prinzip. Die Glättung hält nach dem Waschen an und ist weitgehend feuchtigkeitsresistent, doch das Ergebnis kann variieren; unbehandelte Ansätze wachsen mit ihrer natürlichen Textur nach.

Klingt traumhaft, oder? Ja, allerdings – vor allem für alle, die sich jeden Morgen mit Folterwerkzeugen fürs Haar und einer Frizz-Krise herumschlagen! Dank der japanischen Glättungstechnik sparen wir Zeit, schonen unsere Nerven, und die Haare frisieren sich fast von selbst!

Der Haken

Ja, so ist es: Was zu schön klingt, hat meist auch ein paar Schwächen – und die dauerhafte Haarglättung ist da keine Ausnahme.

Braunes Haar mit blonden Strähnen, trockene Spitzen und sichtbarer Ansatz
Bei Strähnenhaar ist von einer dauerhaften Glättung eher abzuraten

Der erste Schwachpunkt? Die dauerhafte Haarglättung lässt sich nicht auf Strähnchenhaar anwenden. Egal, ob Ihre Strähnchen später mit Färbungen, Colorationen und Ähnlichem überdeckt wurden: Solange sie nicht vollständig herausgewachsen und abgeschnitten sind, kann die Glättung nicht durchgeführt werden.

Warum diese Einschränkung? Zu Ihrem Besten! Denn eine dauerhafte Glättung auf Strähnchenhaar liefert ein schlechtes Ergebnis: eher krause, ausgetrocknete als glatte Haare. Die beiden Produkte passen einfach nicht zusammen.

Eine dauerhafte Haarglättung ist eine chemische Behandlung: Sie verändert die Faser über die gesamte Länge und wäscht sich nicht mit dem Shampoo aus. Bevor Sie sich dafür entscheiden, bitten Sie um einen Test an einer einzelnen Strähne und vergewissern Sie sich, dass Ihre Friseurin oder Ihr Friseur die Technik beherrscht – bei blondiertem, stark geschädigtem oder brüchigem Haar ist es oft besser, darauf zu verzichten.

Der zweite Haken ist ebenso gewichtig: Der Preis für eine dauerhafte Haarglättung ist happig, und die Tarife schwanken stark je nach Salon und Haarlänge. Sie ahnen es schon – nicht jede kann sich die glänzende Mähne einer US-Serienheldin leisten, zumindest nicht vor einem großzügigen Herauswachsen der Haare und einigen Monaten des Sparens!

Wie lange hält die Glättung?

Die Dauer variiert stark; das Ergebnis hält mehrere Monate, bis der nachwachsende Ansatz eine Auffrischung nötig macht, oft nach einigen Monaten. Nur die nachwachsenden Ansätze zeigen ihre wahre Natur: Die geglätteten Haare bleiben glatt!

Lockiger Ansatz im Kontrast zu glatten, glänzenden Längen
Am Ansatz wächst die natürliche Textur immer wieder nach

Budget

Beim Budget sollten Sie mit etwa 200 bis 600 € rechnen – je nach Haarlänge, Dichte und gewähltem Salon; in Großstädten liegen die Preise oft höher. Die Leistung umfasst in der Regel die Beratung, das Auftragen, das Glätten und die abschließende Pflege. Fragen Sie nach einem genauen Kostenvoranschlag, bevor Sie sich in den Stuhl setzen: Die Einwirkzeit, die bei dichtem Haar länger ausfällt, schlägt ebenfalls zu Buche.