Sie haben sich bestimmt schon dabei erwischt, eine Stunde lang Fotos von Serena van der Woodsen durchgescrollt und sich gefragt, warum Ihr eigener Blazer nicht denselben Effekt hat. Die Antwort liegt selten im Kleidungsstück selbst: Sie steckt im Fall, in den Proportionen – und darin, wie das Ganze kombiniert wird. Wir haben die kultigen Outfits der Figur durchgesehen – und die Arbeit von Kostümbildner Eric Daman –, um herauszufiltern, was sich auch 2026 tragen lässt, ohne wie verkleidet auszusehen.

Cremefarbener Blazer, Rohjeans, strukturierte Tasche und Goldschmuck flach ausgelegt
Die Kult-Pieces der Figur, Stück für Stück geprüft

Neutrale Basis, ein einziger Akzent pro Silhouette

Das Prinzip passt in einen Satz: neutrale Basis, ein Detail, das spricht. Ein Blazer mit klarer Schulter über einer Rohjeans, darunter ein fließendes langes Kleid, und ein Accessoire, das Licht einfängt – schmaler Gürtel, strukturierte Tasche, grafische Ohrringe. Serena stapelt nie drei Statement-Pieces aufeinander: Sie wählt eines, der Rest tritt zurück. Genau das macht ihren Look lesbar – selbst auf einem Schnappschuss.

Produktfoto inspiriert von Schmaler goldener Gürtel (Art.-Nr. FH-AC-VASSEL_154)
Generiertes Illustrationsbild
Cremefarbener Blazer über Rohjeans, aufgelockert durch einen einzigen schmalen Goldgürtel
Neutrale Basis, ein Akzent: hier der goldene Gürtel

Lässiges Layering, das nicht in Schlamperei kippt

Der Blazer über einem schlichten T-Shirt – das ist die Grundlage ihrer Garderobe. Legen Sie einen geraden Trenchcoat darüber, bekommen Sie drei Schichten, die sauber bleiben. Eine Bedingung: Jede Lage ist etwas länger als die, die sie bedeckt. Von kurz nach lang, immer von innen nach außen.

An kalten Tagen funktioniert die Kombination Wildleder + großer Schal + Mütze noch immer – halten Sie aber die Unterteile eng anliegend, damit die Silhouette nicht überall aufträgt. Und schauen Sie sich das Material genau an: Wildleder ist pflegeintensiv, und seine Rückverfolgbarkeit ist nicht immer gegeben. Als Alternative lohnt sich ein Blick auf Mäntel aus recycelter Wolle – prüfen Sie das GRS-Siegel (Global Recycled Standard), wenn es ausgewiesen ist.

T-Shirt, Blazer, dann Trenchcoat: drei Schichten, jede mit längerem Saum
Drei Lagen, drei Längen: Layering bleibt sauber

Wenn es festlich wird

Geschlitzte Kleider, Pailletten, hohe Absätze: Die Lektion steckt nicht in der Menge, sondern im Schnitt. Ein geschlitztes Kleid funktioniert, wenn der Stoff Gewicht hat – Crêpe, dichter Viskose, Lyocell –, nicht wenn er rau und leicht ist. Bei Pailletten bleiben Sie ehrlich: Sie sind oft aus Kunststoff und daher eher für Stücke geeignet, die Sie lange tragen. Der ehrliche Kompromiss: Glasperlen oder matte Stickereien.

Produktfoto inspiriert von Geschlitztem Crêpe-Kleid mit schulterfreiem Ausschnitt von Goddiva Scuba
Generiertes Illustrationsbild
Geschlitztes Crêpe-Kleid in tiefem Grün auf Sandaletten mit hohem Absatz
Ein geschlitztes Kleid hält zuerst über die Dichte seines Stoffs

Die Retro-Garderobe

Langes Volantkleid mit Strohhut, pudrige Ton-in-Ton-Looks mit weiter High-Waist-Hose und Türkis-Collier: die am leichtesten übertragbaren Looks. Sie setzen auf weite Volumen, sanfte Töne und diskrete Texturen statt auf ein starkes Muster. Kombinieren Sie dazu nur ein einziges auffälliges Schmuckstück – sonst verwässert die Silhouette.

Produktfoto inspiriert von Langem schwarzem Volantkleid
rund 33,99 € bei bonprix – generiertes Illustrationsbild
Langes Volantkleid, Strohhut und Türkis-Collier in pudrigen Ton-in-Ton-Farben
Weite Volumen und pudrige Töne: Retro, das tragbar bleibt

Drei Fragen, bevor Sie sich in ein Serena-Stück verlieben: Kann ich es mit mindestens drei Dingen kombinieren, die ich schon habe? Sitzt der Fall auch im Sitzen, nicht nur im Stehen vor dem Spiegel? Werde ich es in drei Jahren noch tragen? Bei nur einem „Nein" können Sie den Bügel zurückhängen.

Eine junge Frau prüft einen Blazer aus Wolle auf einem Second-Hand-Kleiderständer
Second Hand liegt ein gut geschnittener Blazer meist zwischen 30 und 60 €

Budget

  • Blazer: 60 bis 130 € in der Modekette, 180 bis 350 € in recycelter oder zertifizierter Wolle.
  • Trenchcoat: 70 bis 200 € aus konventioneller Baumwolle, 150 bis 350 € aus Bio-Baumwolle nach GOTS.
  • Langes Kleid: 50 bis 150 € im Prêt-à-porter, 200 bis 500 € bei einer unabhängigen Designerin oder einem unabhängigen Designer.
  • Stiefel: 90 bis 300 €. Strukturierte Tasche: 40 bis 200 €.

Was die Preise bewegt? Der Rohstoff, die Zertifizierung, der Produktionsort und die Reparaturmöglichkeit. Wo suchen? Bei Ketten und Online-Multimarken für Basics; Second Hand für starke Einzelstücke – dort geht ein gut geschnittener Blazer oft zwischen 30 und 60 € weg; bei unabhängigen Ateliers für Langlebiges.

Drei nützliche Orientierungspunkte: GOTS regelt die textile Verarbeitung von Bio-Fasern; der Anbau von Bio-Baumwolle fällt dagegen unter anerkannte Regelwerke des ökologischen Landbaus. OEKO-TEX Standard 100 prüft die Abwesenheit schädlicher Substanzen, aber nicht die Gesamtbilanz. Das EU-Umweltzeichen wiederum deckt den gesamten Lebenszyklus ab. Keines davon garantiert, dass Sie das Stück zehn Jahre tragen – das entscheiden Sie.

Quellen

  • Gossip Girl, Serie von Josh Schwartz und Stephanie Savage, The CW, 2007–2012.
  • Eric Daman, You Know You Want It: Style, Inspiration, Confidence, 2009.
  • Global Organic Textile Standard (GOTS), öffentlich einsehbares Regelwerk.
  • OEKO-TEX Standard 100, Kriterien veröffentlicht von der International Association for Research and Testing in the Field of Textile and Leather Ecology.
  • EU-Umweltzeichen, Kategorie „Textilprodukte".
  • Refashion, französischer Verband für Textilsammlung und -recycling.