Träumen Sie auch schon von längeren Tagen, schattigen Terrassen und Kleidern, die nicht auf der Haut kleben? Willkommen im Club! Nur: Der Mantel ist noch nicht zurück in den Schrank gewandert. Trotzdem ist jetzt der Moment, in dem die Frühjahr/Sommer-Kollektionen vorgestellt werden – online und bei Präsentationen –, bevor sie im Frühjahr in die Läden kommen. Und langsam beginnen wir, uns auf eine leichtere Garderobe einzustellen.

Bei Les Petites setzt diese Saison genau auf das, was die Marke seit jeher ausmacht: edle Materialien, klare Schnitte, eine feminine Silhouette, die nicht laut sein muss. Das sollten Sie im Hinterkopf behalten, bevor Sie in die Boutique laufen!

Eine fließende Silhouette, Materialien, die den Unterschied machen

Die große Stärke des Hauses war schon immer das Material – und diese Saison bleibt sich treu! Seide, Leinen, schwerer Baumwollstoff: Hier zeigt sich die Kollektion, viel mehr als in modischen Effekten. Der Fall einer Seide, ihr fließender Griff, ihre Art, Licht aufzunehmen – das unterscheidet ein Abendkleid von einem beliebigen Kleidungsstück.

Abendkleid in Altrosa mit feinen Trägern, in Dreiviertelansicht in weichem Licht

Das Statement-Stück dieser Saison? Ein langes Seidenkleid, hoch in der Taille gegürtet und nach unten fließend. Was für ein Fall! Ein Schnitt, der mühelos durch die Jahreszeiten geht: im Büro mit einer leichten Jacke, abends mit einer feinen Sandale. Wir sehen es vor uns mit flachen Sandalen und zurückgebundenen Haaren – die Antithese zum überstylten Total Look.

Es folgen Abendkleider: ein Kleid in Altrosa, eine gegürtete Bluse, die als Kleid funktioniert, ein fließendes Kleid aus gewaschenem Leinen. Der rote Faden? Natürliche Materialien, betonte, aber nicht einengende Taillen, feine Träger, die sich millimetergenau verstellen lassen. Ein dezentes Muster ersetzt die Bonbonfarben von früher, doch die Silhouette ist keinen Zentimeter verrückt.

Die Oberteile: Texturen und Farben

Für den Tag setzt die Kollektion auf sanfte Töne und Materialien, die sich mit dem Körper bewegen. Ein Hemd aus Baumwollpopeline, weit und leicht zerknittert; ein Top aus Seide und Leinen mit einem lässig zu bindenden Band; ein T-Shirt aus schwerer Baumwolle, gerade geschnitten und auf Langlebigkeit angelegt; eine Bluse aus Voile, so geschnitten, dass der Ausschnitt frei bleibt. Auf den ersten Blick nichts Spektakuläres – und genau darum geht es.

Offenes Overshirt aus Popeline über einem Top aus Seide und Leinen, Layering-Look für den Kleiderschrank

Genau diese Stücke altern am schönsten: drei Texturen, drei Looks, eine Garderobe! Und wir lieben das Layering-Spiel – ein offenes Overshirt darüber, eine lange Weste aus feinem Strick, ein Gürtel, der die Taille betont, ohne einzudrücken. So entsteht eine Capsule Wardrobe, die ganz Ihnen gehört, ohne dass es nach einem kompletten Katalog-Look aussieht.

Leinen: das aktuellste Stück der Garderobe

Die High-Waist-Shorts aus gewaschenem Leinen bleiben das aktuellste Stück der Garderobe. Leinen trägt man zerknittert: Das ist seine Natur, kein Makel! Mit flachen Sandalen und einem Stoffbeutel kombiniert, erledigen sie die Arbeit eines Basics, das man zehn Jahre behält. Gleiche Logik bei einem langen Leinenrock oder einem Leinenhemd, das als Kleid getragen wird – zwei gute Gründe, Leinen nie wieder zu ignorieren.

Ein Detail übrigens – und es zählt: Gewaschenes Leinen knittert, also vergessen Sie die Vorstellung, nach einer Stunde noch makellos auszusehen. Diese Garderobe ist für Tage, die in Bewegung sind, nicht für ein Meeting, das von Anfang bis Ende durchgeplant ist. Bei diesem Preis sollte man das vorher wissen.

Ein weiterer Tipp, falls Sie diese Stücke finden: Schauen Sie zuerst auf die Materialzusammensetzung – sie verrät viel über die Pflege. Seide bügelt man auf links und bei niedriger Temperatur; Leinen verträgt in der Regel höhere Hitze, oft mit etwas Feuchtigkeit, um glatt zu werden. Edle Materialien, die etwas Aufmerksamkeit verlangen – und die es Ihnen danken!

Zerknitterte High-Waist-Shorts aus gewaschenem Leinen, flache Sandalen und Stofftasche in der Sonne
Das zerknitterte Leinen der High-Waist-Shorts, kombiniert mit flachen Sandalen und Stofftasche

Der Handgriff, der beim Anprobieren alles verändert. Kneifen Sie den Stoff zwischen zwei Fingern und lassen Sie ihn wieder los: Er sollte gerade zurückfallen, ohne Steifheit und ohne falsche Knicke. Wenn sich der Stoff wie Pappe anfühlt oder sich aufbäumt, wird der Schnitt Sie nicht retten. Und bevor Sie kaufen, drehen Sie das Stück um – Nähte, Säume, Futter: Hier zeigt sich, wie es wirklich um die Verarbeitung bestellt ist.

Budget

Wie viel sollten Sie einplanen, wenn Sie sich eine Frühjahr/Sommer-Garderobe im Stil dieser Kollektion zusammenstellen möchten? Das hängt ganz von Material, Schnitt und Einkaufsweg ab. Rechnen Sie mit etwa 25 bis 60 € für ein T-Shirt oder Top aus Baumwolle oder Leinen im Textildiscounter, Kaufhaus oder bei einem Anbieter für Basics; 60 bis 130 € für ein Hemd oder eine Bluse aus Naturmaterial im Multibrand-Store; 120 bis 300 € für ein fließendes Kleid aus Seide oder gewaschenem Leinen in einer Designer-Boutique; und 50 bis 120 € für Shorts oder einen High-Waist-Rock aus Leinen.

Second-Hand bleibt die schonendste Option für den Geldbeutel: In Second-Hand-Läden oder auf Resale-Plattformen finden sich Leinen- und Seidenteile oft zwischen 15 und 60 € – vorausgesetzt, Sie prüfen Gebrauchsspuren und Materialzusammensetzung. Die obere Preisspanne kommt vor allem von der Verarbeitung – Futter, Ziernähte, Knöpfe, europäische Fertigung.

Das ist eine Saison, die Sie nicht zum kompletten Total Look bekehren will: Sie bietet Stücke, die sich in das einfügen, was Sie bereits tragen, und die Ihnen mehrere Sommer folgen werden, wenn Sie sich die Zeit nehmen, das Material vor der Farbe des Moments zu prüfen. Stilistisch ist die Wette einfach – weniger Effekte, mehr Fall und eine Ausstrahlung, die nicht schreien muss, um aufzufallen!