Der Dutt – die Frisur, die Sie in zehn Minuten rettet
Es gibt diese Morgen, an denen man einfach ohne nachzudenken zum Haargummi greift und der Pferdeschwanz genau das Richtige ist – zehn Sekunden, null Kopfzerbrechen, das hat seinen Charme, und niemand wird Sie dafür schief ansehen. Und dann gibt es diese Tage, an denen man Lust auf etwas anderes hat: den Nacken, den Hals, die Schultern freilegen und sich sofort einen gepflegteren Auftritt gönnen – ohne dafür den halben Vormittag zu opfern! Gute Nachricht: Der Dutt ist so angesagt wie lange nicht, von straff bis lässig, und es gibt ihn für jede Haarlänge und jeden Stil!
Ein Wermutstropfen, ehrlich gesagt: Ein harmonischer Dutt erfordert trotzdem ein Mindestmaß an Geschick. Wenn Sie nicht zu den begnadeten Händen gehören, bringen Sie Ihr Wunschmodell zum Friseur – für einen großen Anlass oder einfach, um sich etwas Gutes zu tun. Bis dahin: Hier eine kleine Galerie an Silhouetten, von romantisch bis grafisch, zum Aussuchen der Idee, die zu Ihrer Tagesstimmung passt.
Der Dutt macht gemeinsame Sache mit dem Haarband
Der große Trend im Moment: der Dutt, um den sich ein Haarband windet – mal dünn, mal breit, mit Strass, Pailletten oder Perlen, wenn der Abend es verlangt. Der Dutt selbst wird lässig oder straff getragen, glatt oder lockig: Das Band setzt den romantischen Akzent, je nach Modell auch einen richtiggehend bobohaften.
Ein perfektes Beispiel: dieser vorne straff gezogene Dutt mit doppeltem dünnem Band und schönem aufgerautem Volumen am Hinterkopf. Die Unterseite bleibt unbearbeitet, für einen weichen Eindruck – in Wirklichkeit macht gerade der Kontrast zwischen der straffen Vorderseite und dem weichen Rest alles aus!

Andere Version, deutlich freier: das Band im Dienst eines Boho-Dutts, dessen Locken sich in einem wohlgeordneten Durcheinander um das Gesicht verteilen. Das Ocker des Bandes wärmt die Haare, und das cremefarbene Leinen der Bluse rundet die Stimmung ab – wir lieben es!

Braver dagegen der Prinzessinnen-Dutt: eine glatt gezogene Strähne vorne, vom Rest getrennt durch ein rosafarbenes Seidenband, und geglättetes Volumen hinten. Unauffällig – und doch ungemein wirkungsvoll, die Art Frisur, die nichts sagt und dabei alles sagt.

Ein kleines Highlight zum Schluss: der Ballerina-Dutt, hoch am Nacken getragen und komplett glatt, mit einem extra-dünnen Band, das vorne glättet und hinten wölbt. Sauber bis ins letzte Detail! Wenn Sie ein Modell suchen, das Sie Ihrem Friseur zeigen können, dann wahrscheinlich dieses.

Der geflochtene Dutt ist weiterhin im Rennen
Ein weiterer Trend, der nicht nachlässt: der geflochtene Dutt. Ob der Zopf direkt am Kopf anliegt oder als Krone nach hinten gelegt wird – er veredelt die Frisur und verändert das Endergebnis komplett.
Wir mögen die Version, bei der ein dicker Flechtzopf das Gesicht in einem Geflecht aus helleren Strähnen freilegt, bevor er sich zu einem tiefen Dutt aufrollt. Ein wunderschönes Spiel der Texturen.

Lange und makellose Variante: Der Zopf startet am Haaransatz, läuft am Kopf entlang und rollt sich zu einem tiefen Dutt auf, ohne dass eine einzige Strähne entwischt. Die asymmetrische Partie macht den ganzen Reiz aus.

Romantischer wird es so: Ein feiner Zopf umschlingt die Schläfe und mischt sich unter einen weichen tiefen Dutt. Der Kontrast zwischen der klaren Linie des Zopfes und dem weichen Dutt – genau das macht den Unterschied! Im gleichen Geist spielen zwei Zöpfe links und rechts des Gesichts mit einem zerzausten Dutt die Boho-Karte, während der rein bobohafte Flecht-Dutt – sehr heller Flechtkranz, entweichende Strähnen – sich mit schöner Lässigkeit trägt.



Von glatt bis widerspenstig
Registerwechsel: glänzend glatte Haare, zu einem tiefen Dutt gebunden, um den sich eine einzelne Strähne windet. Sehr roter Teppich. Danach ein großer Klassiker: der Tänzerinnen-Dutt hoch am Nacken, ohne Schnickschnack – chic, nie altmodisch, und er hält den ganzen Tag, ohne zu verrutschen.


Lust auf Retro? Dann tragen Sie ihn seitlich, ein wenig locker, um maximales Volumen zu lassen. In der zerzausten Version wagt man den Seitenscheitel und eine entspannte Locke, die das Gesicht umspielt. In der lockigen Variante entweichen einige Löckchen rund ums Gesicht, etwas Volumen vorne, ein Gewirr aus Locken hinten – eine weiche, bewegte Frisur.



Die Prinzessinnen-Version: der Zopf um den Dutt gewickelt – vorne straff und glatt gezogen, hinten wird der voluminöse Dutt von einem sehr hellen Flechtzopf eingefasst. Eine wahre Feinarbeit! Romantischer: ein Seitenscheitel, schöne Wellen, die das Gesicht umrahmen, und ein lässiger Dutt tief seitlich am Nacken – er behält seine ganze Weichheit. Eine besondere Erwähnung verdienen diese Strähnen, mal lockig, mal glatt ums Gesicht, mit Volumen und dem Eindruck eines kontrollierten Durcheinanders. Zum Schluss zwei sehr hollywoodreife Varianten: Wellen auf dem Oberkopf und ein ondulierter tiefer Dutt seitlich platziert, locker ineinander verschlungene Locken und goldene Strähnen auf der anderen. Die Art von Frisur, bei der sich alle umdrehen!




Für einen Dutt, der hält, ohne zu ziehen, texturieren Sie die Ansätze leicht mit einem Spray oder Volumenpuder. Dann zwei Haarnadeln über Kreuz stecken, ohne fest anzuziehen. Der Handgriff, der alles verändert: Lassen Sie vor dem Fixieren eine feine Strähne am Gesicht frei, für einen weniger braven Look. Produktseitig leisten ein Volumenpuder auf Reis- oder Tonbasis und ein texturierendes Spray ohne Silikone gute Arbeit – greifen Sie lieber zu Gläsern oder nachfüllbaren Formaten statt zu Aerosolen und lesen Sie die Inhaltsstoffe, bevor Sie sich vom Etikett überzeugen lassen. Ein konventionelles Produkt funktioniert genauso gut; Sie sollten sich nur klarmachen, dass der Kompromiss bei Verpackung und Inhaltsstoffliste liegt, nicht beim Halt.
Budget
Im Salon rechnen Sie für einen Tagesdutt mit etwa 30 bis 60 €, für einen Abend- oder Hochzeitsdutt mit 60 bis 120 €. Die Rechnung steigt mit der Haarlänge, der gewählten Technik – geflochten, glatt, Boho –, der Stadt und dem Niveau der Adresse. Bei einem unabhängigen Friseur ist die Rechnung oft niedriger; für zu Hause oder ein großes Ereignis kann die Spanne deutlich höher liegen. Am sichersten ist es, vorher nach einem Kostenvoranschlag zu fragen, besonders wenn Sie ein Haarband, verzierte Haarnadeln oder Blumen ergänzen möchten.
Bei den Accessoires: Ein dünnes Haarband finden Sie zwischen 5 und 15 € im Drogeriemarkt, in der Parfümerie oder im Kurzwarengeschäft, und bis zu 30 oder 40 € für ein Modell aus Seide oder mit Perlen. Haarnadeln und Texturierungsspray kosten ein paar Euro im Supermarkt oder online. Auch hier gilt: Vergleichen Sie – bei solchen Kleinteilen liegt der Preisunterschied vor allem an der Verarbeitung, nicht an der Wirkung. Und wenn Sie eine verantwortungsvollere Alternative möchten, ist ein Kurzwarengeschäft im Viertel oder eine Marke für Bänder aus recycelter Seide ebenso gut geeignet – vorausgesetzt, Sie prüfen die Herkunft der Seide, was nicht immer angegeben ist.
Was Sie mitnehmen sollten: Ein gelungener Dutt hängt nicht unbedingt an professioneller Technik – er hängt oft an einer einzigen frei gelassenen Strähne, einem gut gewählten Band oder dieser leichten Weichheit, die man wagt, statt jede Haarsträhne millimetergenau nachzuziehen. Warum also nicht am nächsten Morgen, wenn der Haargummi nach Ihnen ruft, den Dutt wagen? Im schlimmsten Fall haben Sie fünf Minuten verloren – im besten Fall einen neuen Look gewonnen!




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